von lif 28.05.2026 12:55 Uhr

130 Ehrenamtliche als Halt für unbegleitete Jugendliche

Unbegleitete minderjährige Jugendliche in Südtirol haben Anspruch auf einen Vormund, der ihnen zur Seite steht. Vor Kurzem hat die Kinder- und Jugendanwaltschaft die nächste Gruppe an ehrenamtlichen Vormunden ausgebildet.

Landesrätin Rosmarie Pamer, Amtsdirektorin Astrid Wiest, Franziska Gasser (Kinder- und Jugendanwaltschaft) sowie Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller bei der Ausbildung für Vormunde unbegleitete Minderjährige. (Foto: LPA/Katharina Fleischmann)

Grundlage ist eine gesetzliche Regelung aus dem Jahr 2017: Junge Menschen ohne italienische oder EU-Staatsbürgerschaft, die sich ohne Eltern oder andere Erziehungsberechtigte im Land aufhalten, haben Anrecht auf e einen Vormund. Zu deren Aufgaben zählen unter anderem die Zusammenarbeit mit den Sozialdiensten, die Kontakte zu Schule und Arbeit sowie die Beantragung einer Aufenthaltsgenehmigung. „Junge Menschen brauchen jemanden, auf den sie sich verlassen können, der Sicherheit gibt und der unterstützt, den eigenen Platz in der Gesellschaft zu finden. Vormunde übernehmen dabei nicht nur für die Jugendlichen eine wichtige Rolle, sondern zeigen auch großes gesellschaftliches, ehrenamtliches Engagement“, sagt Landesrätin Rosmarie Pamer.

Anspruch auf ein sicheres Aufwachsen

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft schützt die Rechte und Interessen junger Menschen bis zum 21. Lebensjahr und ist auch für die Auswahl und Ausbildung der freiwilligen Vormunde zuständig. „Jedes Kind und jeder junge Mensch hat, unabhängig von seiner oder ihrer Herkunft, den gesetzlichen Anspruch auf ein sicheres Aufwachsen. Dies zu garantieren ist die zentrale Aufgabe der Kinder- und Jugendanwaltschaft“, betont Kinder- und Jugendanwältin, Daniela Höller.

Die Ehrenamtlichen wachen über die Bedingungen der Aufnahme, die Erziehung und Integration sowie über Sicherheit und Schutz der Minderjährigen. Untergebracht sind die Jugendlichen dabei in der Regel nicht bei ihrem Vormund, sondern leben meist in einer Einrichtung des Landes oder bei einer Pflegefamilie.

114 unbegleitete Jugendliche in Südtirol

Laut Daten des Amtes für Kinder- und Jugendschutz und soziale Inklusion wurden in Südtirol derzeit 114 unbegleitete ausländische Jugendliche aufgenommen. 78 von ihnen sind noch minderjährig, 36 sind zwischen 18 und 21 Jahre alt. 61 der Jugendlichen leben in Einrichtungen in Südtirol, 53 in Einrichtungen außerhalb des Landes.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite