von lif 27.05.2026 08:56 Uhr

Der erste vollelektrische Ferrari

Am vergangenen Montag (25. Mai) hat der legendäre Sportwagenbauer Ferrari sein erstes vollelektrisches Serienmodell vorgestellt. Der Wagen, der während der Entwicklung noch unter dem Codenamen „Elettrica“ lief, trägt nun den offiziellen Namen Ferrari Luce.

Foto: Pixabay

Die Weltpremiere fand in Rom statt, wo fünf Luce in verschiedenen Farben präsentiert wurden. CEO Benedetto Vigna sprach von fünf Jahren intensiver Entwicklung. Die Bestellungen wurden noch in der Nacht der Enthüllung freigegeben.

Über 1.000 PS und Formel-1-Technik

Der Luce wird von zwei Achsen mit insgesamt vier Elektromotoren angetrieben, die komplett in Maranello entwickelt wurden. Im Boost-Modus steht eine Systemleistung von über 1.000 PS zur Verfügung. Damit beschleunigt der Ferrari in 2,5 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h.

Die Batterie mit 122 kWh Kapazität arbeitet mit 800 Volt Spannung und ermöglicht Ladeleistungen bis zu 350 kW. Die Reichweite gibt Ferrari mit über 530 Kilometern an. Beim Bau wurde zudem auf Nachhaltigkeit geachtet, betont der italienische Sportwagenbauer. 75 Prozent der Fahrwerks- und Karosseriekomponenten bestehen aus recyceltem Aluminium, was rund 6,7 Tonnen CO₂ pro Fahrzeug einsparen soll.

Echter Klang statt künstlichem Sound

Eine Besonderheit sei das Klangkonzept. Anders als viele andere E-Autos erzeugt der Luce keinen künstlichen Motorsound. Stattdessen nutzt Ferrari die mechanischen Vibrationen des Antriebsstrangs als Klangquelle, die über Sensoren erfasst, verstärkt und über ein speziell abgestimmtes System wiedergegeben werden. So soll der Fahrer weiterhin ein authentisches akustisches Feedback bekommen.

Design mit ehemaligen Apple-Mitarbeiter

Das Design entstand in Zusammenarbeit zwischen dem hauseigenen Ferrari Design Studio unter Flavio Manzoni und dem externen Kreativkollektiv „LoveFrom“ um den früheren Apple-Designchef Sir Jony Ive und Marc Newson.

Im Innenraum setzt Ferrari bewusst auf einen analogen, fast nostalgischen Ansatz. Statt vieler Touchscreens kommen mehr physische Knöpfe, Drehregler und Schalter zum Einsatz, das Dreispeichen-Lenkrad ist von Ferrari-Modellen der 1950er- und 1960er-Jahre inspiriert.

Der Preis

Der Einstiegspreis liegt bei 550.000 Euro und damit über dem V12-SUV Purosangue, dem bisher teuersten Modell der Ferrari-Palette. Dieser Preis gilt zudem noch vor den zahlreichen Personalisierungsoptionen. Die ersten Auslieferungen sind für Ende 2026 geplant.

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