Zwei Frauenmorde erschüttern Österreich – Ermittlungen laufen

Mann erschießt Ehefrau auf abgelegenem Gehöft in der Steiermark
Der erste Fall ereignete sich in der Steiermark. Ein 64-jähriger Oststeirer soll seine 59-jährige Ehefrau mit einem Gewehr erschossen haben. Der Tatverdächtige konnte noch am Tatort festgenommen werden.
Nach bisherigen Informationen hatte der Mann nach der Tat eine Verwandte kontaktiert und ihr die Tat geschildert. Diese verständigte daraufhin die Polizei. Mithilfe der Verhandlungsgruppe sowie Beamten des Einsatzkommandos Cobra Süd konnte der Mann schließlich zum Aufgeben bewegt werden.
Die Cobra-Polizisten nahmen den Mann beim Verlassen des abgelegenen Hauses in einem Waldstück im Ortsteil Gschmaier im Bezirk Weiz fest. Über ein Motiv ist derzeit nichts bekannt. Die Waffe wurde sichergestellt, nähere Angaben zur Art des Gewehrs oder zum legalen Besitz lagen zunächst nicht vor. Ermittler und Spurensicherung arbeiten weiter am Fall.
Das Gehöft liegt rund eineinhalb Kilometer südlich von Gersdorf und westlich von Großsteinbach. Weitere Details zur Einvernahme des Tatverdächtigen oder zum Ablauf der Tat sind derzeit nicht bekannt.
Bereits zuvor war es in der Steiermark zu einem weiteren Femizid gekommen: In Heimschuh im Bezirk Leibnitz hatte ein 36-jähriger Mann seine 35-jährige Ehefrau im Streit erschossen und sich anschließend selbst getötet. Das Paar hatte zwei Kinder, die zum Tatzeitpunkt nicht zu Hause waren.
27-Jährige in Niederösterreich tot in Wohnung gefunden
Der zweite Fall ereignete sich in Kottingbrunn im Bezirk Baden in Niederösterreich. Dort wurde eine 27-jährige Frau leblos in ihrer Wohnung gefunden. Die Ermittler gehen inzwischen von einem Mord aus.
Die junge Frau war mehrere Tage nicht erreichbar gewesen, was ihre Eltern zunehmend beunruhigte. Nach ihrer Rückkehr aus einem Urlaub suchten sie die Wohnung ihrer Tochter auf. Da niemand öffnete, verschafften sie sich mit einem Zweitschlüssel Zutritt und fanden die Frau leblos in einer Blutlache am Boden.
Einsatzkräfte konnten nur noch den Tod der Österreicherin feststellen. Zunächst war die Todesursache unklar, auch ein Suizid oder ein Unfallgeschehen konnte nicht ausgeschlossen werden. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ordnete daher eine Obduktion an.
Das vorläufige Ergebnis brachte Klarheit: Die 27-Jährige starb infolge eines Kopfschusses. Da es sich um ein kleines Kaliber gehandelt haben soll, war der Schusskanal zunächst nicht eindeutig erkennbar.
Ermittlungen konzentrieren sich auf Umfeld
Das Landeskriminalamt Niederösterreich ermittelt wegen Mordes gegen unbekannte Täter. Der Fokus liegt derzeit auf dem engeren Umfeld und dem Bekanntenkreis der 27-Jährigen. „Derzeit konzentrieren sich die Ermittlungen auf das engere Umfeld und den Bekanntenkreis der 27-Jährigen. Es werden Umfelderhebungen geführt“, erklärte der Leiter des Landeskriminalamtes, Stefan Pfandler.
Zu möglichen Tatverdächtigen oder einem Motiv äußerten sich die Ermittler bislang nicht. Die Untersuchungen laufen weiterhin.






