Liste Fritz stellt sich hinter Wipptaler im Streit um Bahnausbau

„Die Ankündigung der Bundesregierung, den viergleisigen Bahnausbau im Tiroler Unterland verschieben zu wollen, erfährt die Tiroler Landesregierung aus der Zeitung“, erklärt Haselwanter-Schneider. Das zeige ihrer Meinung nach deutlich, welchen Stellenwert die Tiroler Bevölkerung bei ÖVP und SPÖ im Bund habe.
Im Tiroler Landtag wurde deshalb nun ein Dringlichkeitsantrag aller Parteien eingebracht, um den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen. Die Liste Fritz unterstützt diesen gemeinsamen Vorstoß ausdrücklich. „Wenn es alle Parteien braucht, um bei der Bundesregierung Gehör zu finden, ziehen wir hier gerne und selbstverständlich mit“, so Haselwanter-Schneider.
Kritik an Signalwirkung gegenüber Deutschland
Die Parteichefin sieht in der möglichen Verzögerung des Bahnausbaus ein fatales Signal – insbesondere mit Blick auf Deutschland und den Brenner-Nordzulauf. Tirol fordere seit Jahren von Bayern, beim Ausbau der Bahnstrecke voranzukommen. Wenn Österreich nun selbst Projekte verschiebe, verliere man an Glaubwürdigkeit.
„Die Bundesregierung ist drauf und dran, Tirol in den Rücken zu fallen“, sagt Haselwanter-Schneider. Eine nicht rechtzeitig fertiggestellte Bahninfrastruktur gefährde die ohnehin schwierigen Bemühungen, den Transitverkehr stärker auf die Schiene zu verlagern.
Liste Fritz unterstützt Brenner-Blockade
Besonders wichtig sei nun der Widerstand der Bevölkerung entlang der Transitroute. Die Liste Fritz kündigt deshalb Unterstützung für die geplante Brenner-Blockade am 30. Mai an und will auch selbst vor Ort vertreten sein.
„Die Bevölkerung entlang der Transitstrecke leidet seit Jahrzehnten unter der Verkehrsbelastung“, betont Haselwanter-Schneider. Als Lösungsansatz fordert die Liste Fritz ein digitales Slot-System samt Obergrenze für den Transitverkehr. Mehr als eine Million Lkw pro Jahr dürften laut Partei nicht mehr über die Brennerroute fahren. „Der Rest muss auf die Schiene verlagert werden.“






