Tirol setzt auf starke Pflege- und Gesundheitsversorgung

„Die Pflege- und Gesundheitsberufe sind eine unverzichtbare Säule unseres Systems. Ohne ihren Einsatz wären die laufenden Reformen und Verbesserungen in der Versorgung nicht möglich“, betont Hagele.
Im Jahr 2025 waren in Tirol rund 9.500 Pflegepersonen in Krankenanstalten, Alten- und Pflegeheimen sowie bei den mobilen Diensten tätig. Besonders erfreulich sei die Entwicklung bei den Auszubildenden. Mit aktuell rund 2.600 verzeichnet Tirol einen Höchststand. Auch die Pflegelehre boomt, denn derzeit absolvieren 126 Lehrlinge ihre Ausbildung in 41 Lehrbetrieben. Damit gilt Tirol österreichweit als Vorreiter. Mit Jahresbeginn wurde der monatliche Ausbildungsbeitrag auf rund 660 Euro erhöht.
Zur Stärkung der Pflege- und Gesundheitsberufe hat das Land Tirol mehrere konkrete Maßnahmen umgesetzt. So wurde ein neuer Führungskräftelehrgang ins Leben gerufen, der im Juni erstmals von 20 Personen abgeschlossen wird. Auch der Pflegebonus für 2026 konnte abgesichert werden.
Ausbau der Pflegeangebote
Bis 2033 sind rund 2.100 neue Pflegeplätze geplant. Der Fokus liegt auf flexiblen Angeboten wie Tagespflege und betreutem Wohnen. „Unser Ziel ist klar: Menschen sollen so lange wie möglich selbstbestimmt in ihrem gewohnten Umfeld leben können“, so Hagele. Eine neue Richtlinie soll zudem alternative Wohnformen wie „Betreute Wohngemeinschaften“ stärken. Besonderes Augenmerk liegt dabei auch auf jüngeren pflegebedürftigen Menschen, deren Bedürfnisse oft andere Modelle erfordern als klassische Alten- und Pflegeheime.
Pilotprojekt „Akutpflege Tirol“
Mit dem Pilotprojekt „Akutpflege Tirol“ setzt das Land seit April 2026 neue Maßstäbe in der wohnortnahen Versorgung. Speziell ausgebildete diplomierte Pflegekräfte sind im Großraum Innsbruck und in Teilen von Innsbruck-Land im Einsatz, um Menschen direkt zuhause zu versorgen und unnötige Krankenhausaufnahmen zu vermeiden.






