von lif 07.05.2026 11:11 Uhr

Energiepreise belasten Südtirols Wirtschaft

Sowohl die Südtiroler Dienstleistungs- als auch die Transportunternehmen blicken auf ein positives Jahr 2025 zurück. Für 2026 sind die Aussichten vor allem wegen der steigenden Energie- und Treibstoffpreise jedoch deutlich unsicherer. Das geht aus der Frühjahrserhebung des Wirtschaftsbarometers vom WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen – hervor. 

Bild: APA/dpa

Die Dienstleistungsunternehmen profitierten 2025 vor allem vom Umsatzwachstum auf dem lokalen Südtiroler Markt. Mehr als neun von zehn Unternehmen bewerten das Geschäftsergebnis positiv. Auch die Investitionen insbesondere bei Anlagen und Kraftfahrzeugen legten zu.

Besonders zufrieden zeigt sich der Kredit- und Versicherungssektor: Hier erzielten alle Unternehmen eine zumindest befriedigende und oft sogar gute Rentabilität. Auch im Bereich der freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Tätigkeiten, im Verlags- und Kommunikationswesen sowie in der Informatik und Telekommunikation fallen die Bewertungen entschieden positiv aus. Schwierigkeiten gab es hingegen bei den personenbezogenen Dienstleistungen, wo die Umsätze stagnierten und rund ein Viertel der Unternehmen die Rentabilität als unbefriedigend einstuft, berichtet die Handelskammer in einer Aussendung.

Die Aussichten für 2026 sind ungewiss, denn sie hängen unter anderem von der Entwicklung der Krise im Nahen Osten und deren Auswirkungen auf die Inflation ab. Die größten Sorgen bestehen in den Bereichen Unternehmensdienstleistungen, personenbezogene Dienstleistungen und Immobilienwirtschaft.

Transportsektor: Gute Bilanz, schwere Lasten

Auch der Transportsektor blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück: Fast alle Unternehmen bewerten das Geschäftsjahr positiv, 40 Prozent sogar als gut. Die Investitionen in Fahrzeuge stiegen ebenso wie die Beschäftigung. Im Schnitt zählte das Südtiroler Transportgewerbe 2025 fast 10.700 Mitarbeiter, ein Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Besonders zufrieden zeigen sich der Personenverkehr und die Aufstiegsanlagen: Letztere verzeichneten dank starker Touristenzahlen und Preiserhöhungen ein breites Umsatzwachstum. Auch im Güterverkehr ist die Stimmung gut, allerdings beklagen die Unternehmen einen deutlichen Kostenanstieg. Die Aussichten für 2026 wurden vom starken Anstieg der Kraftstoff- und Energiepreise getrübt. Diese machen im Transportsektor einen wesentlichen Anteil der Kosten aus.

„Die gestiegenen Kraftstoffpreise stellen für die Transportunternehmen eine neue Herausforderung dar, die zu den Bauarbeiten an der Lueg-Brücke und den Schwierigkeiten bei der Personalbeschaffung hinzukommt“, so Handelskammerpräsident Michl Ebner. „Wir hoffen auf die Verabschiedung spezifischer Hilfsmaßnahmen für diesen Sektor, auch um zu verhindern, dass sich die Preissteigerungen auf die Produktpreise und die Inflation auswirken.“

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