Mehr Geld für Tagesmütter

Konkret wird der konventionelle Stundensatz rückwirkend ab Jänner 2026 von 10,20 Euro auf 11,60 Euro angehoben, berichtet das LPA in einer Aussendung. Die Tarife für die Eltern, die derzeit zwischen 0,90 und 3,65 Euro pro Betreuungsstunde liegen, bleiben unverändert.
In Südtirol betreuen aktuell 235 Tagesmütter über 1.000 Kleinkinder im Alter von drei Monaten bis zum Kindergarteneintritt. Gemeinsam mit den Plätzen in Kinderhorten und Kitas steht den Familien damit ein breites Angebot zur Kleinkindbetreuung zur Verfügung.
„Tagesmütter leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Vereinbarkeit für Familien zu ermöglichen. Dies muss sich aber auch finanziell tragen: Die Erhöhung des Grundlohnes soll darum den Dienstleisterinnen, aber vor allem auch den Familien Planungssicherheit geben und den Dienst als Ganzes dauerhaft absichern“, erklärt Familienlandesrätin Rosmarie Pamer.
1,7 Millionen Euro Mehrkosten pro Jahr
Die Erhöhung des Stundensatzes ist daran gekoppelt, dass der derzeit verhandelte Vertrag eine Inflationsanpassung sowie die Einführung eines vollen 14. Monatsgehalts vorsieht. Daraus ergeben sich jährliche Mehrkosten von rund 1,7 Millionen Euro, die über den Nachtragshaushalt bereitgestellt werden.
In den vergangenen Jahren hat das Land den Tagesmutter- und -vaterdienst mit jährlich rund vier Millionen Euro unterstützt. Hinzu kamen weitere rund 3,5 Millionen Euro pro Jahr von den Gemeinden.






