von mmh 30.04.2026 13:57 Uhr

Geld für Bauern: Südtirol schützt seltene Tierrassen

In Südtirol wird der Erhalt bedrohter Nutztierrassen gezielt unterstützt. Mit finanziellen Mitteln der EU, des Staates und des Landes werden Maßnahmen gefördert, die den ländlichen Raum stärken und die Landwirtschaft langfristig absichern sollen.

(Foto: LPA/Landesamt für Viehzucht in der Landesabteilung Landwirtschaft)

Im Mittelpunkt steht dabei das Förderprogramm „Tierzüchter als Bewahrer der Agrobiodiversität“. Wie Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher erklärt, richtet sich die Unterstützung an Tierzüchter, die sich freiwillig für den Erhalt lokaler Rassen einsetzen, die vom Aussterben bedroht sind. Diese Tiere gelten oft als weniger produktiv und könnten ohne entsprechende Förderung zunehmend verschwinden.

2,2 Millionen Euro jährlich für seltene Rassen

Ziel der Maßnahme ist es, ein angemessenes Einkommen für die Züchter zu sichern und gleichzeitig nachhaltige Landwirtschaft zu fördern. Zudem soll die genetische Vielfalt erhalten bleiben. Besonders in Berggebieten spielen traditionelle, standortangepasste Tierhaltungssysteme eine wichtige Rolle.

Für das Programm stehen jährlich insgesamt 2,2 Millionen Euro zur Verfügung. Der Beitrag beträgt 200 Euro pro Großvieheinheit und wird nur für Tiere gewährt, die in speziellen Herdebüchern oder Registern für bedrohte Rassen eingetragen sind.

Diese Tierrassen profitieren von der Förderung

Gefördert werden unter anderem bekannte heimische Rassen wie Pinzgauer, Pusterer Sprinzen, Grauvieh und Original Braunvieh bei den Rindern. Auch mehrere Schafrassen wie das Villnösser Schaf, das Schwarzbraune Bergschaf, das Tiroler Steinschaf und das Schnalser Schaf sind Teil des Programms. Ebenso profitieren Noriker Pferde von der Unterstützung.

Die Förderansuchen werden jährlich gestellt und von der Landesabteilung Landwirtschaft bearbeitet. Für das Jahr 2025 sind insgesamt 1691 Gesuche eingelangt. Die Auszahlung der Beiträge an die Tierzüchter erfolgt derzeit.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite