von mmh 29.04.2026 10:11 Uhr

Falsche Ordnungshüter und Bankmitarbeiter: Betrugsfall in Meran aufgedeckt

Die Ordnungshüter in Meran warnen erneut vor einer besonders ausgefeilten Betrugsmasche, bei der Täter gleich doppelt auftreten: zunächst als angebliche Bankmitarbeiter und später sogar als falsche Polizeibeamte. Nach einer laufenden Ermittlung wurden zwei Männer aus dem Raum Neapel im Alter von 60 und 25 Jahren angezeigt. Sie stehen im Verdacht, eine 60-jährige Frau aus Meran um rund 1.600 Euro gebracht zu haben.

APA/dpa

Die Ermittlungen ergaben, dass die Frau zunächst telefonisch von einem angeblichen Bankangestellten kontaktiert wurde. Dieser behauptete, ihre Ersparnisse seien in Gefahr, und drängte sie dazu, ihr Geld „abzusichern“. Aus Angst um ihr Vermögen führte die Frau daraufhin zwei Überweisungen auf die von den Tätern angegebenen Konten durch.

Zweite Betrugswelle: falsche Ordnungshüter per WhatsApp

Im Anschluss setzten die Täter die Masche fort und bauten weiteren Druck auf. Über WhatsApp gaben sie sich als Ordnungshüter aus Meran aus und kündigten eine angebliche Hausdurchsuchung an. Diese solle im Zusammenhang mit nicht bezahlten Schmuckstücken stehen, die bei einer bekannten Juwelierhandlung in Südtirol gekauft worden seien.

Durch diese Kombination aus falschem Bankkontakt und fingierter Polizeidrohung entstand eine doppelte Täuschung, die das Opfer zusätzlich verunsicherte und zur Zahlung bewegte.

Ermittlungen über Bankdaten führen zu Verdächtigen

Die Ermittlungen stützten sich auf eine genaue Analyse der Bankbewegungen und Geldflüsse. Dadurch konnten die Empfänger der Überweisungen identifiziert werden. Die Ordnungshüter gingen schließlich von zwei tatverdächtigen Männern aus dem Raum Neapel aus, die inzwischen angezeigt wurden.

Klare Warnung der Ordnungshüter

Die Ordnungshüter in Meran nutzen den Fall für eine erneute Warnung an die Bevölkerung. Echte Polizeikräfte würden niemals Hausdurchsuchungen über WhatsApp oder Telefon ankündigen. Ebenso würden Banken keine Überweisungen auf angebliche Sicherheitskonten oder fremde Konten verlangen.

Wer entsprechende Nachrichten oder Anrufe erhält, solle nicht reagieren, sondern sofort den Notruf 112 wählen oder die nächste Polizeidienststelle kontaktieren.

Die Ermittlungen und Präventionsarbeit im Burggrafenamt sollen weiter verstärkt werden, um insbesondere ältere und besonders gefährdete Personen vor solchen Betrugsformen zu schützen.

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