Tiroler Frauenpreis 2026 an Farimehr Mirzakhani-Soldouzi verliehen

Würdigung im Landhaus Innsbruck
Der Tiroler Frauenpreis 2026 geht an Farimehr Mirzakhani-Soldouzi. Frauenlandesrätin Eva Pawlata überreichte die Auszeichnung im Rahmen einer Feier im Landhaus Innsbruck. Die gebürtige Iranerin, die seit den 1980er-Jahren in Österreich lebt und seit den 1990er-Jahren in Innsbruck ihren Lebensmittelpunkt hat, wurde für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement für Frauen und Mädchen geehrt.
Der von LRin Pawlata initiierte Preis wird heuer zum dritten Mal vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert. Insgesamt wurden 29 Frauen nominiert. Eine fünfköpfige Expertinnenjury unter dem Vorsitz der Landesrätin sichtete und bewertete die Einreichungen. Pawlata bezeichnete die Preisträgerin in ihrer Festansprache als „Wegbegleiterin, Mutmacherin und Brückenbauerin“ und betonte deren Beitrag zur Gleichstellung sowie zur gesellschaftlichen Teilhabe.
Langjähriges Engagement und Vereinsarbeit
Farimehr Mirzakhani-Soldouzi engagiert sich seit Jahrzehnten in verschiedenen Initiativen und Vereinen. Nach ihrem Informatikstudium in London übersiedelte sie 1983 nach Wien und unterstützte dort iranische Familien, insbesondere geflüchtete Frauen. Gemeinsam mit anderen gründete sie den Verein „GIF – Gesellschaft unabhängiger iranischer Frauen“.
In Innsbruck war sie Mitgründerin des „Iranischen Kulturvereins in Tirol“ und engagierte sich unter anderem im Verein „arge-Schubhaft“ mit dem Projekt „FLUCHTpunkt“, bei „Frauen für Frauen“, „Frauen aus allen Ländern“ sowie beim Diakonie Flüchtlingsdienst. 2015 initiierte sie Farsi-Unterricht für Kinder, der seit 2017 von der Bildungsdirektion Tirol gefördert wird. Heute nehmen über 130 Schülerinnen und Schüler daran teil.
Jury und Ziel der Auszeichnung
Die Jury des Tiroler Frauenpreises setzte sich aus Vertreterinnen verschiedener Bereiche zusammen: Silvia Lieb (Kommunikation), Sabine Ludwig (Wissenschaft), Martina Pletzenauer (Wirtschaft und Arbeit) sowie Doris Stauder (Frauen und Gleichstellung), unter dem Vorsitz von LRin Pawlata.
Mit dem Preis sollen Frauen ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise für die Gleichstellung der Geschlechter in Tirol engagieren. Laut Pawlata soll damit insbesondere ehrenamtliches und oft im Hintergrund geleistetes Engagement sichtbar gemacht werden.






