Bauernprotest am Brenner sorgt für Kritik

Kritik am Protestort Brenner
Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer, stellt die Frage, ob Südtirol – insbesondere der Brenner – zunehmend zum Aufmarsch- und Protestgebiet italienischer Organisationen wird. Anlass ist der jüngste Bauernprotest, organisiert vom staatlichen Bauernbund „Coldiretti“.
Zimmerhofer kritisiert, dass weder Vertreter der Südtiroler Landesregierung noch die Spitze des Südtiroler Bauernbundes anwesend waren. Seiner Ansicht nach sollten derartige Protestkundgebungen nicht in Südtirol stattfinden, sondern dort, wo die politischen Entscheidungsträger sitzen – nämlich in Rom oder in Brüssel. Besonders irritierend sei, dass der Trentiner Landeshauptmann zu den Demonstrierenden sprach, während Südtirols Landeshauptmann abwesend blieb. Dies werfe die Frage auf, wer im Land tatsächlich das Sagen habe.
Forderungen der Bauern und politische Einordnung
An der Protestaktion beteiligten sich rund 10.000 Menschen, viele davon aus Süditalien. Im Mittelpunkt standen die gestiegenen Produktionskosten, insbesondere aufgrund höherer Energiepreise. Zudem wurden Themen wie Etikettenschwindel angesprochen.
Zimmerhofer betont, dass die Forderungen der Bauern berechtigt seien und unterstützt Anliegen wie den Schutz heimischer Produkte, die Senkung der Produktionskosten sowie Maßnahmen im Umgang mit Wolf und Bär. Dennoch sei der Brenner nicht der geeignete Ort für solche Proteste. Die Anliegen könnten seiner Meinung nach nur bei der Regierung in Rom oder in den Institutionen der Europäischen Union wirksam vorgebracht werden.






