Drohnen im Einsatz: So werden Rehkitze vor dem Mähtod gerettet

Der Hintergrund: Rehkitze werden von ihren Muttertieren im hohen Gras abgelegt und sind durch ihr instinktives Verhalten für das menschliche Auge kaum sichtbar. „Die Drohnen ermöglichen es, diese Tiere rechtzeitig zu finden und zu retten“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler.
Über 1.100 Rehkitze gerettet
Die Zahlen aus dem Jahr 2025 zeigen eindrucksvoll, wie erfolgreich die Initiative ist: Bei insgesamt 939 Drohneneinsätzen wurden rund 7.527 Hektar Wiesenfläche abgesucht. Dabei konnten 1.188 Rehkitze entdeckt und vor dem Mähtod bewahrt werden.
Auch die Zahl der Helfer wächst stetig: Mehr als 80 registrierte Drohnenpiloten stehen derzeit für Einsätze bereit. Über die Plattform können Landwirte und Jäger schnell Kontakt zu Piloten in ihrer Region aufnehmen.
Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
Neben dem Einsatz moderner Technik spielen auch klassische Maßnahmen wie Vergrämungsmittel oder angepasste Mähtechniken eine wichtige Rolle. Entscheidend bleibt jedoch die enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Jägerschaft und freiwilligen Helfern.
„Jedes gerettete Kitz bedeutet auch, dass Tierleid verhindert wird“, betont Landesjägermeister Anton Larcher. Sein Dank gilt insbesondere den vielen Freiwilligen, die oft schon in den frühen Morgenstunden im Einsatz sind.
Das Land Tirol unterstützt die Initiative auch heuer mit rund 20.000 Euro. Drohnenpiloten erhalten finanzielle Zuschüsse, abhängig von Einsatztagen und abgeflogener Fläche.
Land Tirol und Jägerverband rufen dazu auf, Mähtermine frühzeitig bekannt zu geben und sich als Drohnenpilot zu registrieren. Ziel ist es, noch mehr Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren und gleichzeitig einen reibungslosen Ablauf in der Landwirtschaft sicherzustellen.
Neueste Meldungen






