von mmh 22.04.2026 16:43 Uhr

Acht Millionen Euro für Lehrergehälter: Einigung bei Verteilung weiter offen

Die Südtiroler Landesregierung stellt im Haushalt 2026 insgesamt acht Millionen Euro für die Annäherung der Lehrergehälter zwischen den verschiedenen Schulstufen und Schultypen bereit. Laut Personallandesrätin Magdalena Amhof liegt die weitere Entwicklung nun bei den Gewerkschaften, da bislang keine grundsätzliche Einigung über die Aufteilung der Mittel erzielt werden konnte. Eine rückwirkende Anpassung der Gehälter ab Jahresbeginn ist daher nicht vorgesehen – die Änderungen sollen erst ab dem Zeitpunkt einer Einigung wirksam werden.

Acht Millionen Euro stehen im Haushalt 2026 für die Annäherung der Lehrergehälter zwischen Schulen und Schulstufen in Südtirol zur Verfügung. Personallandesrätin Magdalena Amhof erinnert daran, dass bislang noch keine grundsätzliche Einigung der Gewerkschaften über die Aufteilung der Geldmittel gefunden wurde. (Foto: LPA/Peter Daldos)

Bereits im August 2025 hatte die Landesregierung eine Absichtserklärung genehmigt und damit insgesamt 110 Millionen Euro für Gehaltsverhandlungen im Bildungsbereich in Aussicht gestellt. Gleichzeitig wurde festgelegt, dass eine rückwirkende Auszahlung ab 1. Januar 2026 nur dann erfolgt, wenn bis spätestens 31. März 2026 eine Einigung erreicht wird. Während bei der Reallohnerhöhung von durchschnittlich 400 Euro pro Kopf und Monat eine Annäherung zwischen den Verhandlungsparteien erkennbar war, bleibt die Situation bei der strukturellen Annäherung der Gehälter weiterhin offen.

Keine Einigung bei Verteilung der Mittel

Die Gehaltstabellen als Grundlage für die Berechnungen wurden den Gewerkschaften am 7. Februar übermittelt. Eine Einigung konnte bis zum festgelegten Zeitpunkt dennoch nicht erzielt werden. Amhof erklärt, dass sich die Verhandlungen bei der Reallohnerhöhung zwar positiv entwickelt hätten, weshalb man einer rückwirkenden Auszahlung zugestimmt habe. Diese Einigung betrifft jedoch nicht die Frage der strukturellen Angleichung der Gehälter zwischen den Schulstufen.

Unterschiedliche Positionen bei Gehaltsannäherung

Bei den Gesprächen zur Annäherung der Lehrergehälter zeigt sich laut Amhof ein anderes Bild. Die letzten Verhandlungen hätten deutlich gemacht, dass derzeit kein tragfähiger Vorschlag der Gewerkschaften in absehbarer Zeit zu erwarten sei, da die Positionen stark auseinandergehen. Vor diesem Hintergrund wolle die Landesregierung vermeiden, dass die vorgesehenen Mittel auf unbestimmte Zeit gebunden bleiben.

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