„Wer im Landtag sitzt, muss Gegenwind aushalten“

„Kritik kommt nicht von ungefähr“
Sven Knoll weist die Darstellung entschieden zurück, wonach die Volksumfrage der Süd-Tiroler Freiheit Auslöser der Anfeindungen gewesen sei. Vielmehr seien die Reaktionen Ausdruck einer breiteren Unzufriedenheit in der Bevölkerung.
„Die Kritik kommt nicht von ungefähr, sondern ist das Ergebnis einer fehlgeleiteten Politik der Landesregierung“, so Knoll.
Vorwurf der einseitigen Empörung
Besonders scharf kritisiert die Süd-Tiroler Freiheit die aus ihrer Sicht selektive Empörung. Vertreter der Bewegung von Sven Knoll seien selbst wiederholt Ziel massiver Drohungen gewesen, ohne dass dies öffentlich vergleichbar thematisiert worden sei.
Sven Knoll erinnert daran, dass sowohl er selbst als auch seine Kollegin Gudrun Kofler sowie Hannes Rabensteiner Morddrohungen erhalten hätten. „Die Reaktion darauf war Schweigen – keine Solidarität, kein Aufschrei“, erklärt er.
Kritik an Wohnpolitik im Land
Im Zentrum der politischen Auseinandersetzung steht weiterhin die Wohnpolitik. Die Süd-Tiroler Freiheit sieht insbesondere jenes Projekt kritisch, bei dem Wohnungen an Ausländer fast verschenkt werden. Gleichzeitig würden einheimische Bürger zunehmend unter steigenden Wohnkosten leiden.
„Wer Wohnraum praktisch gratis an Ausländer vergibt und gleichzeitig Kürzungen für die eigene Bevölkerung mitträgt, darf sich über Kritik nicht wundern“, betont Knoll. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung seien deutlich und dürften nicht als bloße Stimmungsmache abgetan werden.
Forderung nach Kurskorrektur
Die STF fordert ein Umdenken in der Wohnpolitik. Aus ihrer Sicht sei es nicht vermittelbar, dass ausländische Familien bevorzugt würden, während viele Einheimische Schwierigkeiten hätten, sich Wohnraum zu leisten.
Sven Knoll fordert die Landesregierung auf, die Stimmung im Land ernst zu nehmen: „Ein großer Teil der Bevölkerung wünscht keine Gratis-Wohnungen für Ausländer. Diese Realität darf nicht ignoriert werden.“






