von ih 20.04.2026 13:25 Uhr

Wahlrecht ab 16: Regionaler Vorstoß für mehr Jugendbeteiligung

Mit einem neuen Gesetzentwurf will eine Gruppe von Regionalratsabgeordneten das Wahlrecht ab 16 Jahren auf Gemeindeebene einheitlich einführen. Künftig sollen Jugendliche bei Referenden, Konsultationen und Volksinitiativen in der gesamten Region mitentscheiden können. Ziel ist es, die bislang uneinheitliche Regelung zu vereinheitlichen und junge Menschen stärker in demokratische Prozesse einzubinden.

APA/HERBERT PFARRHOFER

Initiator Zeno Oberkofler von den Südtiroler Grünen betonte bei der Vorstellung des Entwurfs, dass die Jugend nicht nur die Zukunft, sondern bereits die Gegenwart sei. Eine frühere politische Teilhabe stelle einen Mehrwert für Gemeinden dar, da junge Menschen selbst am besten wüssten, wie ihre Lebensräume gestaltet werden sollten.

Unterstützung kommt auch aus der Jugendarbeit: Manuela Weber vom Südtiroler Jugendring bezeichnete das Wahlalter 16 als „bewährten demokratischen Fortschritt“, der international bereits positive Effekte gezeigt habe.

Beispiele aus anderen Ländern

Der Vorschlag orientiert sich an Beispielen aus Ländern wie Österreich, Deutschland und der Schweiz, wo eine Absenkung des Wahlalters die politische Beteiligung junger Menschen gestärkt hat. Angesichts einer alternden Gesellschaft sehen die Initiatoren darin auch einen wichtigen Schritt gegen die zunehmende politische Marginalisierung der Jugend.

Sollte das Gesetz nicht verabschiedet werden, wurde den Gemeinden ein Musterantrag vorgestellt, mit dem sie das Wahlrecht ab 16 eigenständig in ihren Statuten verankern können.

Die Grüne Fraktion im Regionalrat unterstreicht mit dem Vorstoß ihr Ziel, direkte Demokratie auszubauen und insbesondere junge Generationen stärker einzubinden.

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