Südtirol im Dialog: Blick von außen bringt neue Impulse

Im Zentrum der Diskussion standen zentrale Herausforderungen wie Tourismus, Migration und die Abwanderung junger Menschen. Schuler betonte eingangs die Bedeutung externer Perspektiven: Neben der Innensicht brauche es auch den Blick von außen, um neue Impulse für die Entwicklung des Landes zu gewinnen.
Auch Landeshauptmann Arno Kompatscher verwies auf die insgesamt hohe Lebensqualität in Südtirol, machte jedoch zugleich auf wachsende Probleme aufmerksam. Themen wie gesellschaftlicher Zusammenhalt, Vertrauensverlust in die Politik und globale Veränderungen würden zunehmend Druck erzeugen.
In der Diskussion wurde deutlich, dass viele Herausforderungen eng mit dem bisherigen Erfolg Südtirols verbunden sind. Ladurner und Lanz bezeichneten das Land teilweise als „Opfer seines eigenen Erfolgs“: Wohlstand und Tourismus hätten zwar Vorteile gebracht, gleichzeitig aber neue soziale und wirtschaftliche Spannungen geschaffen.
„Keine einfachen Lösungen“
Evelyn Palla hob hervor, dass Südtirol international ein positives Image genieße, warnte jedoch vor ungelösten Problemen wie Wohnraummangel und Braindrain. Alessio Lasta plädierte für einen differenzierten Umgang mit Migration und mehr gesellschaftliche Offenheit.
Einigkeit bestand darin, dass es keine einfachen Lösungen gebe. Gefordert seien mutige, aber zugleich überlegte politische Entscheidungen sowie ein langfristiger Vertrauensaufbau in Institutionen.
Zum Abschluss zog Landtagspräsident Arnold Schuler ein positives Fazit: Der Perspektivenwechsel habe geholfen, eingefahrene Denkmuster zu hinterfragen und neue Ansätze für die Zukunft Südtirols aufzuzeigen.






