Südtirol baut Palliativversorgung bis 2028 deutlich aus

Der Plan wurde auf Vorschlag von Gesundheitslandesrat Hubert Messner beschlossen und baut auf dem bestehenden Versorgungsnetz auf. Grundlage sind auch Vorgaben des Gesundheitsministeriums sowie Leitlinien der nationalen Agentur AGENAS.
Versorgung soll weiter verbessert werden
Für Südtirol bedeutet das staatliche Ziel konkret eine Versorgung von insgesamt 1.471 Personen – darunter 1.384 Erwachsene und 87 Minderjährige.
„Mit dem Landesplan 2026 stärken wir die Palliativversorgung gezielt dort, wo Menschen sie brauchen: wohnortnah, gut koordiniert und flächendeckend“, erklärt Messner. Ziel sei es, Qualität und Erreichbarkeit im gesamten Land weiter auszubauen.
Bereits jetzt zeigen die Zahlen eine positive Entwicklung: Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2.209 Patienten betreut – davon 614 im Hospiz und 1.595 am Wohnort. Damit wurde das ursprünglich vorgesehene Ziel bereits übertroffen. Besonders in der pädiatrischen Palliativversorgung und Schmerztherapie liegt die Abdeckung bereits bei 91 Prozent.
Mehr Betten in Leifers und Brixen
Ein zentraler Punkt des neuen Plans ist der Ausbau der stationären Versorgung. Künftig sollen pro 100.000 Einwohner acht bis zehn Palliativbetten zur Verfügung stehen. Für Südtirol ergibt sich daraus ein Bedarf von insgesamt 40 bis 50 Betten – derzeit sind es 29.
Konkret geplant sind zwölf zusätzliche Betten im neuen Gemeinschaftshaus in Leifers sowie weitere sechs Betten im Gesundheitsbezirk Brixen. Die Umsetzung ist bis Ende 2028 beziehungsweise Anfang 2029 vorgesehen.
Fokus auf Personal und wohnortnahe Betreuung
Neben dem Ausbau der Bettenkapazitäten setzt der Landesplan auch auf eine stärkere wohnortnahe Versorgung. Die Akkreditierung der Palliativnetzwerke soll bis zum ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden.
Weitere Schwerpunkte sind der Ausbau des Fachpersonals, eine einheitliche Versorgung im gesamten Land sowie die gezielte Weiterentwicklung der Kinder-Palliativversorgung. Auch die Verbesserung der IT-Systeme und der Datennutzung ist Teil der Maßnahmen.
Der Landesplan wurde von der landesweiten Koordinierungsgruppe „Palliativnetzwerk“ im Südtiroler Sanitätsbetrieb erarbeitet. Ziel ist es, die Versorgung kontinuierlich weiterzuentwickeln und im gesamten Landesgebiet einheitlich sicherzustellen.






