von mmh 15.04.2026 12:39 Uhr

Vahrn plant neues Wohnviertel auf ehemaligem Kasernen-Areal

Auf dem Areal der ehemaligen Verdone-Kaserne in Vahrn soll ein neues, zukunftsweisendes Wohnviertel entstehen. Die Gemeinde hat dafür einen Planungswettbewerb ausgeschrieben. Das Gebiet mit dem Flurnamen Pardelwiesen soll künftig Wohnraum für verschiedene Generationen und Bedürfnisse bieten.

Landesrat Peter Brunner, Bürgermeister Andreas Schatzer und der frühere Gemeinderat Josef Tauber (von links) auf dem Areal der ehemaligen Verdone-Kaserne. (Foto: LPA/Thomas Bodner)

Bei einem Lokalaugenschein haben Landesrat für Raumentwicklung Peter Brunner und Bürgermeister Andreas Schatzer das Areal vor kurzem gemeinsam besichtigt.

Fokus auf Nachhaltigkeit und Lebensqualität

„Bei der Neugestaltung des ehemaligen Kasernen-Areals sollen ökologische Qualität, Energieeffizienz und nachhaltige Ressourcen im Mittelpunkt stehen“, betonte Brunner. Ziel sei es, ein lebendiges und lebenswertes Quartier zu schaffen.

Auch Bürgermeister Schatzer sieht das Projekt als Modell für die zukünftige Ortsentwicklung: „Das neue Viertel versteht sich als Modell für nachhaltige Ortsentwicklung.“ Inklusive Wohnformen sollen das Gemeinschaftsgefühl stärken, während eine kompakte Bauweise den Flächenverbrauch reduzieren soll.

Siegerprojekt mit klarer Struktur

Das Siegerprojekt des Wettbewerbs wurde vom Architekturbüro Roland Baldi in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Ingena sowie Heiner Schweigkofler im Bereich Immobilienökonomie ausgearbeitet.

Geplant ist ein Quartier, das von einem breiten Waldstreifen im Westen umgeben wird. Dieser soll als grüne Lunge des Viertels dienen. Im Zentrum ist ein autofreier Verbindungsweg vorgesehen, der vom Ortszentrum Vahrn bis zur Sportzone im Süden führt und vor allem Radfahrern und Fußgängern dient.

Entlang dieser Achse sollen Wohnräume und öffentliche Einrichtungen entstehen, ergänzt durch großzügige Freiflächen. Zum Einsatz kommen energieeffiziente Holzbauten, Dachbegrünungen sowie Solar- und Photovoltaikanlagen.

Nachhaltige Infrastruktur und Mobilität

Drei Gebäude der ehemaligen Kaserne bleiben erhalten und sollen künftig öffentlich genutzt werden. Auch das natürliche Gefälle des Geländes wird in die Planung einbezogen, ebenso ein nachhaltiges Wassermanagement.

Parkplätze werden dezentral angeordnet, während die Wege zum öffentlichen Nahverkehr kürzer als jene zum Auto gehalten werden sollen. Zusätzlich sind Fahrradstellplätze, E-Bike-Ladestationen und ein Bike-Sharing-System vorgesehen.

4,5 Hektar großes Entwicklungsgebiet

Das Areal der ehemaligen Verdone-Kaserne umfasst rund 4,5 Hektar. Im Rahmen der Vereinbarungen zwischen dem Land Südtirol und dem Verteidigungsministerium wurde es 2018 an das Land übertragen.

Die Gemeinde Vahrn arbeitet derzeit an der Bauleitplanänderung und dem Durchführungsplan, die bis 2026 ausgearbeitet werden sollen. Parallel dazu ist vorgesehen, dass das Land das Areal schrittweise an die Gemeinde überträgt.

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