von lif 13.04.2026 08:00 Uhr

Lawinengefahr steigt: Warnung vor Nassschneelawinen

Der Lawinenwarndienst des Landes Tirol schlägt Alarm. Ab dem heutigen Montag gilt in mehreren Regionen die zweithöchste Gefahrenstufe.

APA/THEMENBILD

Ausschlaggebend für die erhöhte Gefahr sind die starke Durchnässung der Schneedecke der vergangenen Tage sowie ein bevorstehendes Niederschlagsereignis mit Regen bis auf rund 2.500 Meter. Dadurch steigt die Gefahr von Nassschneelawinen deutlich an. Ab heute gilt die Lawinengefahrenstufe 4 (große Lawinengefahr) in folgenden Regionen:

  • Weißkugelgruppe
  • Gurgler Gruppe
  • Stubaier Alpen Mitte
  • Zillertaler Alpen Nordwest und Nordost
  • Venedigergruppe
  • Glocknergruppe Süd

In weiteren Teilen Nord- und Osttirols gilt verbreitet Stufe 3 (erhebliche Gefahr).

Experte warnt vor spontanen Lawinen

Matthias Walcher vom Lawinenwarndienst erklärt, dass das tief in die Schneedecke eindringende Wasser die Schwachschichten aus dem Frühwinter schwächt. Besonders gefährdet sind steile West-, Nord- und Osthänge zwischen etwa 2.200 und 2.500 Meter. Dort sind spontane mittlere bis große Lawinen zu erwarten. Zu beachten ist auch, dass Lawinen in kanalisierten Sturzbahnen weit ins Tal vorstoßen können.

Appell: Steilgelände meiden

Sicherheitslandesrätin Astrid Mair appelliert gemeinsam mit dem Lawinenwarndienst eindringlich an alle Wintersportler: Steilgelände über 30 Grad sollte in den betroffenen Gebieten konsequent gemieden werden.

Mit der Abkühlung in der Nacht auf Dienstag soll die Lawinengefahr voraussichtlich wieder allmählich abnehmen.

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