Früherkennung von Prostatakrebs soll ausgebaut werden

Kern des Vorschlags ist die Umstellung der bisherigen, eher spontanen Vorsorgemaßnahmen auf ein organisiertes System. Männer sollen künftig regelmäßig per Einladung – etwa über das Bürgerportal oder den Sanitätsbetrieb – zur Untersuchung eingeladen werden. Finanziert werden soll das Programm aus dem Gesundheitsfonds des Landes und damit für alle in Südtirol ansässigen Bürger kostenfrei sein.
Als Vorbild nennt Franz Ploner die italienische Lombardei, wo bereits seit 2024 ein niedrigschwelliges Screening-Angebot besteht. Dadurch könne Prostatakrebs frühzeitig erkannt und behandelt werden, was die Heilungschancen deutlich verbessere.
Die Notwendigkeit eines solchen Programms unterstreichen aktuelle Zahlen: Laut Landesgesundheitsbericht 2021 erkrankten in Südtirol 415 von 100.000 Männern an Prostatakrebs, 67 starben daran. Damit ist Prostatakrebs die häufigste Tumorerkrankung bei Männern und die dritthäufigste Todesursache.
Geplant ist ein europaweit bewährtes Vorsorgekonzept: ein PSA-Test für Männer zwischen 45 und 70 Jahren, ergänzt durch eine Magnetresonanztomographie bei auffälligen Befunden. Ploner betont, dass insbesondere aggressive Tumorformen früh erkannt werden müssen, um lebensbedrohliche Verläufe zu verhindern.
Mit seinem Vorstoß knüpft der Team-K-Abgeordnete auch an die Ankündigungen von Gesundheitslandesrat Hubert Messner an, Präventionsmaßnahmen stärker zu fördern. „Jeder einzelne vermeidbare Fall ist einer zu viel“, so Ploner mit Blick auf die hohe Zahl an Erkrankungen, insbesondere bei Männern über 65 Jahren.






