Zwischen Fakten und „Fake News“: Rosmarie Pamer unter Druck

„Fake News“, die keine sind
In mehreren Interviews räumte Rosmarie Pamer selbst ein, dass das Land Südtirol für sämtliche Wohnungen für Ausländer in insgesamt 94 Südtiroler Gemeinden aufkommt. Diese Aussagen stehen im klaren Widerspruch zu ihrer ursprünglichen Darstellung.
Gleichzeitig wuchs in den vergangenen Tagen der öffentliche Druck deutlich. Besonders scharfe Kritik kam von der Opposition, allen voran von der Süd-Tiroler Freiheit. Pamer reagierte darauf mit dem Vorwurf, es handle sich um „Fake News“.
Ihrer Darstellung zufolge seien die Wohnungen nicht gratis. Allerdings werden sie auch nicht von den Migranten selbst bezahlt. Was also nun?
Wohnungen sind für Migranten kostenlos
Fakt ist jedenfalls, dass die betroffenen Migrantenfamilien die Wohnungen nicht aus eigener Tasche finanzieren können. Dies bestätigte kürzlich auch Dominik Oberstaller, Präsident des Südtiroler Gemeindenverbandes, in einem Interview mit der Tageszeitung Dolomiten.
Aus dieser Perspektive heraus kann selbst ein Laie erkennen, dass die zum Teil voll möbilierten Wohnungen für die bald einziehenden Ausländerfamilien nun einmal kostenlos sind.
Ungeachtet dessen weist Pamer den Begriff „Gratis-Wohnungen“ weiterhin zurück. Unterstützung erhielt sie dabei unter anderem durch einen Artikel im Wochenmagazin ff, der ihre Position zu stärken versuchte. Doch auch dieser Versuch konnte die bestehenden Widersprüche nicht auflösen. Und die Kritik an der Landesrätin wächst weiter.
Pamer sollte schweigen, oder Fehler eingestehen
Die Kritik bleibt daher bestehen: Wie lässt sich von „Fake News“ sprechen, wenn gleichzeitig mehrfach bestätigt wurde, dass die Finanzierung dieser Wohnungen aus öffentlichen Steuergeldern erfolgt?
Angesichts dieser Situation erscheint die Position der Landesrätin zunehmend schwer haltbar. Eine klare Linie ist derzeit nicht erkennbar. Vor diesem Hintergrund wäre es für Rosmarie Pamer naheliegend, entweder auf weitere Stellungnahmen zu verzichten – oder einen möglichen Fehler offen einzugestehen.






