Historisch! Erste Cheftrainerin übernimmt Männer-Team in der Bundesliga

Eta ist in Köpenick längst keine Unbekannte. Bereits im November 2023 hatte sie für Aufmerksamkeit gesorgt, als sie zur ersten Co-Trainerin in der Bundesliga sowie in der Champions League wurde. Nach dem Aus von Urs Fischer arbeitete sie zunächst unter Interimstrainer Marco Grote und später unter Chefcoach Nenad Bjelica entscheidend mit, um Union in einer schwierigen Saison zu stabilisieren und zu retten. Anschließend übernahm Bo Svensson den Posten als Cheftrainer. Eta kehrte daraufhin gemeinsam mit Grote vor der Saison 2024/25 in die U19 zurück.
Vom Fußballkind zur Profi-Trainerin
Die neue Cheftrainerin blickt auf eine lange Fußballlaufbahn zurück. Marie-Louise Eta begann ihre Karriere bereits im Alter von sechs Jahren beim FV Dresden 06 und wechselte mit 13 Jahren zu Turbine Potsdam. Dort schaffte sie den Sprung in die erste Mannschaft und feierte große Erfolge: 2010 gewann sie die Champions League, wurde dreifache deutsche Meisterin und zudem U20-Weltmeisterin.
Im weiteren Verlauf ihrer aktiven Karriere spielte sie unter anderem für den HSV, BV Cloppenburg und Werder Bremen. 2018 beendete sie im Alter von 26 Jahren ihre Spielerkarriere. Danach folgten Stationen im Nachwuchsbereich von Werder Bremen, beim DFB sowie 2023 der Erwerb der Pro-Lizenz, der höchsten Trainer-Ausbildung im Fußball. Anschließend holte Union Berlin sie ins eigene Nachwuchsleistungszentrum, von wo aus sie rasch in den Profibereich aufstieg.
Fußball auch im Privatleben
Auch privat ist Eta eng mit dem Fußball verbunden. Ihr Ehemann Benjamin Eta arbeitet als Trainer bei den U20-Frauen von RB Leipzig. Das Paar ist seit rund zwölf Jahren verheiratet und tritt gelegentlich auch gemeinsam öffentlich auf, etwa im Skiurlaub oder beim Semperopernball 2024 in Dresden. Zudem teilen beide eine Leidenschaft für Padel und nahmen bereits an offiziellen Mixed-Turnieren teil. Marie-Louise Eta ist außerdem für 4Padel Berlin für den Ligenbetrieb gemeldet.
Mit ihrer neuen Rolle als Cheftrainerin der Bundesliga schreibt Marie-Louise Eta nun ein weiteres Kapitel Fußballgeschichte in Deutschland.






