von mmh 12.04.2026 10:32 Uhr

Fokus auf Frauenrechte beim FC-Südtirol-Spiel im Drusussadion

Beim Heimspiel des FC Südtirol gegen FC Modena im Drususstadion wurde am 11. April eine besondere Aktion gesetzt, um auf Frauenrechte und insbesondere die weiterhin bestehende Entgeltdiskriminierung aufmerksam zu machen. Der Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen und das Frauenbüro Südtirol nutzten die Bühne des Profifußballs, um im Vorfeld des Equal Pay Day auf die Lohnschere zwischen Frauen und Männern hinzuweisen.

Die Vizepräsidentin des Beirats für Chancengleichheit für Frauen, Nadia Mazzardis (im Bild von links), Präsidentin Ulrike Oberhammer, FCS-Geschäftsführer Dietmar Pfeifer und Astrid Pichler vom Frauenbüro des Landes Südtirol. (Foto: FC Südtirol)

Mit roten Taschen und umfangreichem Informationsmaterial wurde im Stadion auf das Thema aufmerksam gemacht. Insgesamt wurden über 300 rote Taschen sowie 1500 Postkarten verteilt, die sowohl während der Spielpause als auch zu Hause zum Nachdenken anregen sollen.

Sensibilisierung im Stadion für Entgeltgerechtigkeit

Ziel der Aktion war es, die wirtschaftliche Situation von Frauen stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Dabei wurde auch auf aktuelle Zahlen verwiesen: Der Gender Pay Gap hat sich im Jahr 2025 erneut verschlechtert und liegt mittlerweile bei 17,5 Prozent, bezogen auf die Tagesentlohnung bei Vollzeit.

„Es ist wichtig, dass Unternehmen und Organisationen mehr in Frauensport investieren. Dies fördert auch Werte wie Respekt, Teamgeist und Fairness, die im Sport von zentraler Bedeutung sind“, sagte Ulrike Oberhammer, Präsidentin des Landesbeirats für Chancengleichheit.

FC Südtirol setzt auf Gleichstellung im Profisport

Auch die Finanzierung im Sport war Teil der Botschaft. Vizepräsidentin Nadia Mazzardis betonte, dass Sichtbarkeit entscheidend sei: Je mehr Raum dem Frauensport gegeben werde, desto mehr Ressourcen würden freigesetzt. Dies sei ein positiver Kreislauf, der durch konkrete Entscheidungen gestärkt werden müsse. Als Beispiele wurden unter anderem Erfolge im Skisport und im Tennis genannt, zugleich wurde auch der Fußball in die Verantwortung genommen.

Der FC Südtirol unterstützte die Aktion ausdrücklich. „Die Finanzierung im Sport kommt nicht von selbst: Sie hängt von der Sichtbarkeit ab. Je mehr Platz wir dem Frauensport einräumen, desto mehr Ressourcen werden freigesetzt“, so Geschäftsführer Dietmar Pfeifer. Im Dezember 2025 wurde der FC Südtirol zudem mit der „Zertifizierung der Geschlechtergleichstellung“ ausgezeichnet. Dieser Schritt gilt als Meilenstein im Profifußball. Ziel sei es, Vorurteile abzubauen und eine respektvolle, faire und inklusive Kultur zu fördern.

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