von ih 11.04.2026 16:46 Uhr

Gefälschte Sprachzertifikate: 22 Fälle im Sanitätsbetrieb aufgedeckt

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb hat mit scharfen Worten auf bekannt gewordene Unregelmäßigkeiten bei Zweisprachigkeitsnachweisen reagiert. In einer aktuellen Stellungnahme verurteilen die Verantwortlichen jegliche Manipulationen im Zusammenhang mit den vorgeschriebenen Sprachzertifikaten und betont die zentrale Bedeutung der Zweisprachigkeit im Gesundheitswesen

Foto: LPA/Claudia Corrent

Konkret wurden bislang 22 Fälle festgestellt, in denen Nachweise gefälscht waren oder Unregelmäßigkeiten aufwiesen. In allen betroffenen Fällen wurde – wie gesetzlich vorgesehen – umgehend die Beendigung des Arbeitsverhältnisses eingeleitet. Sollte sich der Verdacht in weiteren Fällen bestätigen, werde konsequent gleich vorgegangen, heißt es.

Für den Südtiroler Sanitätsbetrieb steht fest: Die Möglichkeit für Patienten, sich in ihrer Muttersprache verständigen zu können, ist ein grundlegendes Recht und keine bloße Formalität. Entsprechend inakzeptabel sei es, wenn Mitarbeiter Sprachkenntnisse vortäuschen oder Prüfungen umgehen. Gleichzeitig sichert der Sanitätsbetrieb den zuständigen Behörden seine uneingeschränkte Zusammenarbeit bei der Aufklärung der Vorfälle zu. Ziel sei eine lückenlose und transparente Klärung aller Aspekte des mutmaßlichen Fehlverhaltens.

Trotz der aktuellen Vorfälle hebt der Sanitätsbetrieb hervor, dass die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten täglich verantwortungsvoll und professionell arbeite. Diese Mitarbeiter hätten das Vertrauen der Bevölkerung weiterhin verdient, heißt es.

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