von mmh 10.04.2026 15:08 Uhr

Mehr Lohn für Lehrpersonen: Einigung im Bildungsbereich erzielt

Am Freitagvormittag (10. April) wurde am Verhandlungstisch mit den Vertretungen der Schulen staatlicher Art erneut über die Aufteilung der Geldmittel für die Reallohnerhöhung im Bildungsbereich diskutiert. Dabei konnte ein Konsens erzielt werden. Während für die Landeslehrpersonen eine rückwirkende Auszahlung der Reallohnerhöhung ab 1. Januar 2026 bereits beschlossene Sache war, schafft die nun erzielte Einigung auch die Grundlage für die Reallohnerhöhung an Grund-, Mittel- und Oberschulen.

Die Lohnerhöhung im Bildungsbereich wird rückwirkend ab 1. Januar 2026 gelten. Die verhandlungspartner haben sich nun geeinigt. (Foto: LPA/Claudia Corrent)

Die Personallandesrätin Magdalena Amhof spricht von einem wichtigen Etappenerfolg. Auch Landeshauptmann Arno Kompatscher begrüßt die Einigung: „Damit können wir nun die substantielle Lohnerhöhung in die Wege leiten, die wir uns als Anerkennung und Aufwertung der Lehr- und Erziehungsberufe in Kindergarten und Schule bereits in der Regierungserklärung zum Ziel gesetzt haben.“ Auch die Bildungslandesräte Philipp Achammer, Marco Galateo und Daniel Alfreider sehen in der Gehaltserhöhung eine wichtige Basis für die weitere Aufwertung des Lehrberufs, auf die weitere bildungspolitische Maßnahmen folgen sollen.

Rückwirkende Erhöhung und konkrete Gehaltsanpassungen

Die Lohnerhöhung gilt rückwirkend ab 1. Januar 2026 und soll eine attraktivere Gehaltsentwicklung im Verlauf der gesamten Berufskarriere sicherstellen. „Unter anderem erhöhen wir das Einstiegsgehalt für Berufseinsteiger mit entsprechender Ausbildung. Ihr Jahresbruttogehalt steigt damit deutlich an – zum Beispiel von 39.330 Euro auf 46.780 Euro Jahresbruttogehalt an der Grundschule. Damit stärken wir die Attraktivität des Berufs ganz klar auch für junge Menschen“, erklärt Landesrätin Amhof.

Die Gehaltsaufwertung betrifft das Lehr- und Erziehungspersonal an Schulen und Kindergärten, die Mitarbeitenden für Integration sowie die Sozial- und Schulsozialpädagoginnen und -pägagogen, insgesamt rund 14.000 Vollzeiteinheiten.

Noch offene Fragen bei Gehaltsannäherung

Noch Diskussionsbedarf besteht weiterhin bei der geplanten Annäherung der Gehälter zwischen den einzelnen Schulstufen sowie zwischen Schulen des Landes und staatlicher Art. Mit der aktuellen Einigung wurden 92 Millionen Euro der jährlich bereitstehenden insgesamt 110 Millionen Euro verplant. Für die weitere Angleichung der Gehälter stehen somit noch 8 Millionen Euro zur Verfügung, über die weiter verhandelt wird. Weitere 10 Millionen Euro sollen in eine Vergütung besonderer Leistungen fließen, die in diesen Tagen an den technischen Tischen mit Vertretern aus dem Bildungswesen definiert werden.

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