von mmh 09.04.2026 12:44 Uhr

Klare Ansage der NEOS: Tourismusabgabe gehört abgeschafft

Scharfe Kritik an Tirols Wirtschaftslandesrat Mario Gerber kommt von den NEOS. Anlass ist dessen Forderung nach Entlastungen für heimische Betriebe durch die Bundesregierung.

(Fotonachweis: Uniconfotos)

Für Birgit Obermüller ist diese Forderung jedoch nicht glaubwürdig. „Es ist scheinheilig, nach Wien zu rufen, während man als Wirtschaftslandesrat die Tiroler Betriebe selbst mit einer unsinnigen Zwangsabgabe belastet“, so die NEOS-Klubobfrau.

Kritik an Tourismusabgabe

Konkret geht es um die Tourismusabgabe in Tirol, die laut NEOS mehr als 600 Branchen betrifft. Darunter seien auch Berufsgruppen wie Fahrlehrer, Bestatter oder Schriftsteller, die laut Obermüller keinen direkten Nutzen daraus ziehen.

„Wer es mit der Entlastung ernst meint, muss diese Zwangsabgabe abschaffen“, fordert sie.

Die von Gerber umgesetzte Reform habe aus Sicht der NEOS lediglich „kosmetische Korrekturen“ gebracht. Auch die Wirtschaftskammer habe die Änderungen als nicht ausreichend kritisiert.

Forderung nach Systemwechsel

Die NEOS fordern seit Jahren die vollständige Abschaffung der Tourismusabgabe. Stattdessen soll die Finanzierung der Tourismusverbände und der Tirol Werbung künftig über das Landesbudget erfolgen.

Obermüller verweist zudem darauf, dass das aktuelle System auf das Jahr 1927 zurückgeht und aus ihrer Sicht längst überholt sei.

„Gerber kann selbst handeln“

Abschließend betont Obermüller, dass die Verantwortung beim zuständigen Landesrat selbst liege. „Gerber hat es selbst in der Hand. Er ist der zuständige Landesrat, er kann handeln“, so die NEOS-Politikerin.

Statt Forderungen an die Bundesregierung zu richten, solle er das bestehende System beenden. „Das wäre echte Wirtschaftspolitik für Tirol“, meint Obermüller.

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