Vance: Vor Ablauf des US-Ultimatums Gespräche mit Iran

Für den Fall, dass es keine Verhandlungslösung gebe, hätten die USA aber „Werkzeuge im Kasten“, für deren Einsatz sie sich bisher noch nicht entschieden hätten, fügte Vance hinzu. Er sei aber „zuversichtlich“, dass es dazu nicht kommen werde. Die militärischen Ziele hätten die USA „weitgehend erreicht“.
Insider nennt Bedingungen
Zuvor hatte ein hochrangiger iranischer Insider Bedingungen der Islamischen Republik in den Verhandlungen mit den USA genannt. Eine vorübergehende Feuerpause lehne man ab, sagte die Person. Gespräche über einen dauerhaften Frieden setzten die sofortige Einstellung der Angriffe, Garantien gegen deren Wiederaufnahme sowie eine Entschädigung für entstandene Schäden voraus.
Im Rahmen eines dauerhaften Abkommens fordere Teheran außerdem Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormuz. Die Höhe solle von der Art des Schiffes, seiner Ladung und den jeweiligen Umständen abhängen. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA hatte am Montag gemeldet, es gebe insgesamt zehn Punkte. Trump wies den Vorschlag als unzureichend zurück.
Trump droht der Führung in Teheran ultimativ mit massiven Angriffen auf Brücken und Kraftwerke und dem Tod „einer gesamten Zivilisation“, sollte der Iran nicht ein Abkommen zum Ende seines Atomprogramms schließen und die Straße von Hormuz wieder öffnen. Das Ultimatum läuft um 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (Mittwoch 02.00 Uhr MESZ) ab.
Revolutionsgarden drohen mit Attacken außerhalb der Golfregion
Die Revolutionsgarden kündigten unterdessen Angriffe außerhalb der Golfregion für den Fall an, dass die USA rote Linien überschreiten sollten. In einer Erklärung erklärten sie außerdem, die Infrastruktur der USA und deren Partner in der Region ins Visier zu nehmen. Die Öl- und Erdgasversorgung aus der Region könnte jahrelang unterbrochen werden, hieß es weiter. Man gebe die Zurückhaltung auf, wurde betont.
Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen. Dabei wurde unter anderem der oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei getötet. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.
apa






