von veo 07.04.2026 12:53 Uhr

Team K fordert faire Finanzierung von Seniorenheimen

Steigende Tagessätze belasten Heimbewohner und Angehörige. Team K verlangt, dass Personalkosten künftig vollständig öffentlich getragen werden.

APA/dpa-Zentralbild

Tagessätze steigen deutlich – Bewohner stark belastet

Die Landtagsabgeordneten des Team K schlagen Alarm über die steigenden Kosten in Südtirols Seniorenwohnheimen. Tariferhöhungen für Pflegepersonal führen dazu, dass ein Teil der Mehrkosten direkt über die Tagessätze auf die Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Angehörige umgelegt wird.

Beispielhaft zeigt sich dies am Bürgerheim „ÖBPB zum Hl. Geist“ in Brixen: Der Tagessatz für ein Einzelzimmer stieg von 62,73 Euro im Jahr 2024 auf 77,90 Euro im Jahr 2026 – ein Plus von über 24 Prozent. Laut Maria Elisabeth Rieder bedeutet dies für viele Familien Mehrkosten von mehreren tausend Euro pro Jahr. „Für viele Heimbewohnerinnen und Heimbewohner wird der Heimaufenthalt zur finanziellen Dauerbelastung. Der Fehler liegt hier klar im System“, so Rieder in einer Aussendung.

Team K fordert vollständige öffentliche Finanzierung der Personalkosten

Mit einem Beschlussantrag fordert Rieder eine Überarbeitung der Finanzierungsstruktur der Seniorenwohnheime. Künftig sollen kollektivvertragliche und inflationsbedingte Personalkosten vollständig durch öffentliche Mittel gedeckt werden, sodass der Anteil, den die Einrichtungen derzeit tragen, nicht länger über höhere Tagessätze an die Bewohner weitergegeben wird.

Auch der Verband der Seniorenwohnheime Südtirols, verschiedene Rentnergewerkschaften und der Verbraucherschutzverein Robin sehen dringenden Handlungsbedarf. Rieder betont: „Wenn Pflegekosten schneller steigen als Einkommen und Renten, läuft etwas grundlegend falsch. Die öffentliche Hand muss hier klar gegensteuern – im Interesse der Betroffenen.“

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