von veo 07.04.2026 11:17 Uhr

Ordnungskräfte und Frauenhaus gegen digitale Gewalt

Polizei und Frauenhaus arbeiten enger zusammen, um Opfer toxischer Beziehungen auch digital zu schützen. Schwerpunkt ist die Erkennung und Prävention von Überwachung über Smartphones und andere Geräte.

APA/THEMENBILD

Schulung zu digitaler Gewalt

Im Kommandobüro der Ordnungskräfte in Brixen trafen sich kürzlich die Dienststellenleiter der Polizei mit dem Personal des Frauenhauses Eisacktal. Ziel war eine praxisnahe Fortbildung zu Eingriffen nach dem „Roten Code“. Besonders behandelt wurde das Risiko, dass Ex-Partner Bewegungen und Kommunikation über digitale Geräte überwachen können.

Digitale Schutzmaßnahmen

Die Beamten gaben konkrete Empfehlungen zum Schutz der Opfer:

  • Gerätesicherheit: Kontrolle von Administratorrechten und versteckten Apps wie „System Update“ oder „Battery Saver“.
  • Konten prüfen: Aktive Sessions auf Google- und Apple-Konten sowie Weiterleitungsregeln der E-Mails kontrollieren.
  • Messenger-Überwachung: Web-/Desktop-Sessions von WhatsApp, Telegram und Signal prüfen, um Klonungen zu stoppen.
  • Physische Tracker: Einsatz von Scannern, um AirTags oder andere versteckte Geräte zu finden.

Dieses digitale Screening dient als Sofortmaßnahme, bis weitere forensische Analysen möglich sind. Der Kommandant der Ordnungshüter betonte in einer Aussendung: „Unser Ziel ist es, jeder Frau nicht nur physische Sicherheit, sondern auch digitale Freiheit zurückzugeben. Niemand darf Smartphones oder Messenger zu unsichtbaren Kontrollinstrumenten machen.“

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