von ih 07.04.2026 13:17 Uhr

Italien steckt in der Energiekrise

Italien bereitet sich auf mögliche Probleme bei der Energieversorgung vor. Grund ist die unsichere Lage im Nahen Osten, besonders rund um die wichtige Schifffahrtsroute Straße von Hormus. Die Regierung von Giorgia Meloni plant deshalb verschiedene Maßnahmen, um Energie zu sparen.

Bild: APA

Lieferungen könnten sich verlangsamen

Trotz der angespannten Situation gibt es auch eine gute Nachricht: Die Gasspeicher sind derzeit zu etwa 44 Prozent gefüllt und liegen damit über dem europäischen Durchschnitt. Allerdings könnten die Lieferungen in den kommenden Wochen langsamer werden.

Welche Maßnahmen geplant sind

Die italienische Regierung prüft mehrere Möglichkeiten, um den Energieverbrauch zu senken:

  • Weniger Heizen und Kühlen: Klimaanlagen und Heizungen sollen um 1 Grad reduziert und täglich kürzer genutzt werden.
  • Verkehr: Fahrverbote nach Kennzeichen (abwechselnd gerade/ungerade) könnten wieder eingeführt werden.
  • Homeoffice: Mehr Menschen könnten wieder von zu Hause arbeiten.
  • Beleuchtung: Öffentliche Gebäude und Denkmäler könnten nachts weniger beleuchtet werden.
  • Industrie: Energieintensive Betriebe sollen ihre Produktion anpassen.

Besonders wichtig sei der Regierung: Schulen und Krankenhäuser sollen normal weiterlaufen. Ein erneuter Distanzunterricht (wie während der Corona-Zeit) sei nicht geplant. Der Bildungsminister stellte klar, dass dies „in keiner Weise vorgesehen“ ist. Auch medizinische Leistungen sollen nicht eingeschränkt werden.

Suche nach neuen Energiequellen

Parallel sucht Italien nach neuen Lösungen, um unabhängiger zu werden. Dazu gehören:

  • mehr erneuerbare Energien
  • stärkere Nutzung von Kohlekraftwerken
  • Diskussionen über mögliche Gasimporte aus Russland

Zudem führt die Regierung Meloni derzeit  Gespräche mit Ländern im Nahen Osten, um die Energieversorgung zu sichern.

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