von lif 03.04.2026 19:18 Uhr

Wiederbelebung der historischen Ratsche im Kirchturm St. Johann

Die Schützenkompanie St. Johann in Ahrn hat in diesem Jahr einen jahrhundertealten Osterbrauch zu neuem Leben erweckt: Erstmals seit Jahrzehnten ertönt im Kirchturm wieder die traditionelle Ratsche, die früher während der Kartage das Glockengeläut ersetzte.Mit diesem Schritt setzt die Kompanie ein starkes Zeichen für gelebte Heimatpflege und kulturelle Kontinuität.

Bild: Schützenkompanie St. Johann in Ahrn

„Die Ratsche ist mehr als ein Instrument. Sie ist ein Stück Dorfgeschichte – ein Klang, der Generationen verbunden hat“, erklärt Hauptmann Christian Steger. „Dass sie heuer wieder erklingt, zeigt: Tradition atmet, wenn wir ihr bewusst Raum geben.“

Die Ratsche übernimmt in der Karwoche eine besondere Rolle: Wenn die Kirchenglocken ab Gründonnerstag schweigen, erinnert ihr rauer, hölzerner Klang an die Stille und Ernsthaftigkeit dieser Tage. Für viele ältere Dorfbewohner ist es ein vertrauter Ton aus ihrer Kindheit – für die Jüngeren ein neues, beinahe mystisches Erlebnis, das sie mit der Geschichte ihres Dorfes verbindet.

„Für viele im Dorf ist es ein Moment der Erinnerung – für die Jugend ein Moment des Staunens“ Genau dort entsteht lebendige Tradition“, so Steger weiter.   Die Kompanie sieht in der Wiederbelebung des Brauchs nicht nur eine Rückkehr zu alten Formen, sondern einen bewussten Schritt in die Zukunft: Tradition soll nicht museal wirken, sondern spürbar, hörbar und erlebbar bleiben.

Die Aktion ist Teil eines größeren Engagements der Schützenkompanie, historische Elemente des Dorflebens sichtbar zu machen und sie in die Gegenwart zu tragen.

Der Klang der Ratsche soll daher nicht nur heuer, sondern auch in den kommenden Jahren fixer Bestandteil der Osterzeit in St. Johann in Ahrn bleiben – als Zeichen dafür, dass kulturelles Erbe dann weiterlebt, wenn Menschen es weitertragen.

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