von lif 03.04.2026 17:24 Uhr

Mond-Mission Artemis 2: Raumkapsel hat Erdlaufbahn verlassen

Die Raumkapsel Orion der NASA-Mission Artemis II hat am Donnerstag die Erdumlaufbahn verlassen und Kurs auf den Mond aufgenommen. Die aus Deutschland gelieferten Triebwerke der Raumkapsel „Orion“ haben nach Angaben der US-Weltraumbehörde NASA wie geplant gezündet. Die bemannte Mondmission „Artemis II“ ist damit in die nächste Phase eingetreten.

Bild: APA/AFP

Die US-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der Kanadier Jeremy Hansen werden auf ihrer etwa zehntägigen Reise den Mond umrunden und sich weiter von der Erde entfernen als je ein Mensch zuvor. Es ist die erste bemannte Mondmission seit mehr als 50 Jahren und gilt als Generalprobe für eine 2028 geplante Mondlandung.

Nach dem Start der 98 Meter hohen Rakete Space Launch System (SLS) am Mittwoch umrundete die „Orion“ zunächst die Erde. Dabei prüften die Astronauten die lebenswichtigen Systeme.

Auch Technologie aus Österreich an Bord

Die NASA setzt bei ihrem „Artemis“-Programm verstärkt auf Zulieferer aus der Privatwirtschaft. Die Schwerlastrakete SLS wurde von den US-Konzernen Boeing und Northrop Grumman entwickelt – und die Firma Magna aus Graz lieferte Hochdruckleitungen für die Flüssigtanks des „Space Launch System“, mit dem die „Orion“-Kapsel gestartet wurde. Diese Kapsel baute Lockheed Martin. Angedockt an sie ist das „European Service Modul“ (ESM), wobei Technologie des Wiener Hightech-Unternehmens TTTech die sicherheitskritische Datenkommunikation aller Lebenserhaltungs- und Steuerungssysteme sicherstellt.

Um den Auftrag für den Bau einer künftigen Mondlandefähre konkurrieren die Weltraumfirmen SpaceX und Blue Origin der Milliardäre Elon Musk und Jeff Bezos.

Das langfristige Ziel der „Artemis“-Missionen ist der Aufbau einer dauerhaften Mondstation. Von dort sollen Flüge zum Mars starten. Das gesamte Programm hat seit 2012 mindestens 93 Milliarden Dollar gekostet, schätzen Experten. Jeder Start der SLS schlage mit zwei bis vier Milliarden Dollar zu Buche.

APA/UT24

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