Freiheitliche schlagen Alarm: Droht Südtirol eine Flüchtlingswelle am Brenner?

Neue EU-Regeln und Maßnahmen in Österreich
Ausgangspunkt der Kritik ist der verschärfte EU-Asylpakt, der ab 12. Juni 2026 in Kraft treten soll. Die österreichische Bundesregierung hat dazu Ende März das „Asyl- und Migrations-Anpassungsgesetz“ beschlossen. Laut den Freiheitlichen handelt es sich dabei um die größte Änderung im Fremdenrecht seit mehr als 20 Jahren sowie um eine deutliche Verschärfung der bestehenden Regelungen.
Der Obmann der Freiheitlichen, Roland Stauder, sieht darin direkte Auswirkungen auf Südtirol. Österreich plane, Flüchtlinge künftig verstärkt in jenes Land zurückzuführen, in dem sie erstmals europäischen Boden betreten haben. In vielen Fällen sei das Italien.
Sorge um Situation am Brenner
Konkret befürchten die Freiheitlichen, dass Flüchtlinge mit Aufenthaltsstatus in Österreich am Brenner ausgesetzt werden könnten. Während aktuell in Südtirol über 94 in Bozen untergebrachte Flüchtlingsfamilien diskutiert werde, drohe zusätzlich eine erhebliche Zunahme von Migranten entlang der Grenze.
Die Partei fordert daher rasche politische Maßnahmen. Südtirol müsse umgehend Gespräche mit den Regierungen in Rom und Wien aufnehmen, um Lösungen zu finden. Eine solche Entwicklung sei für das Land nicht tragbar.
Zugleich betonen die Freiheitlichen, dass es umfassende Antworten auf europäischer Ebene brauche. Gefordert werden unter anderem eine einheitliche EU-Flüchtlingspolitik, sichere Außengrenzen sowie Abschiebezentren außerhalb Europas. Abschließend verweist die Partei auf die Notwendigkeit intensiver Verhandlungen mit Wien, Rom und Brüssel.






