von mmh 01.04.2026 11:21 Uhr

Bruneck setzt Zeichen: Faschistische Symbole endgültig entfernt

Der Gemeinderat von Bruneck hat mit deutlicher Mehrheit beschlossen, die umstrittenen Liktorenbündel an der Kehrerbrücke in Stegen nicht wieder anzubringen. Der entsprechende Antrag der Süd-Tiroler Freiheit wurde angenommen und sorgt für ein klares politisches Signal.

(Bild: STF)

Klare Mehrheit im Gemeinderat

Im Zuge des Neubaus der Kehrerbrücke war eine Diskussion um die dort angebrachten Liktorenbündel entbrannt. Dabei handelt es sich um ein Machtsymbol der faschistischen Diktatur. Ursprünglich war vorgesehen, die Symbole nach Abschluss der Bauarbeiten wieder anzubringen.

Die Gemeinderäte der Süd-Tiroler Freiheit, Haymo Prenn und Evi Ertl, brachten daraufhin einen Antrag zur endgültigen Entfernung ein. Dieser wurde mit 24 Ja-Stimmen und lediglich zwei Enthaltungen angenommen.

„Die Gemeinde Bruneck setzt damit ein klares Zeichen gegen die Verharmlosung von Faschismus“, zeigen sich Prenn und Ertl zufrieden.

Zustimmung auch aus der Bevölkerung

Laut Süd-Tiroler Freiheit stößt die Entscheidung auch in der Bevölkerung auf Zustimmung. Besonders hervorgehoben wird, dass auch viele italienischsprachige Bürger den Schritt unterstützen.

„Das zeigt, dass die Ablehnung faschistischer Altlasten ein gemeinsames demokratisches Anliegen ist“, so Ortssprecher Andreas Lang.

Gleichzeitig übt die Süd-Tiroler Freiheit Kritik an der Stadt Trient. Dort sei es bislang nicht gelungen, sich von Mussolini als Ehrenbürger zu distanzieren.

Für die Süd-Tiroler Freiheit steht fest: Faschistische Symbole hätten in Bruneck keinen Platz.

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