von ih 31.03.2026 08:24 Uhr

Wie schnell Männer heute öffentlich verurteilt werden

Wieder einmal ziehen in Deutschland vermeintliche Feministinnen und Frauenrechtsaktivisten auf die Straße – diesmal pauschal gegen Männer. Anlass sind die öffentlich gewordenen Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ehemann Christian Ulmen. Dieser soll sie „virtuell missbraucht“ haben – ein Begriff, der bislang ebenso unscharf bleibt wie die konkreten Anschuldigungen selbst. Es ist die Rede von Deepfakes und künstlich erzeugten Nacktbildern. Doch belastbare Beweise? Fehlanzeige. Klare Aussagen? Ebenfalls kaum.

APA/dpa

Die deutsche Doppelmoral

Die Anschuldigungen einer nach Aufmerksamkeit lechzenden deutschen Schauspielerin reichen offenbar aus, um erneut eine Welle pauschaler Empörung gegen Männer loszutreten. Die eigentlich fundamentale rechtliche Grundlage der Unschuldsvermutung scheint dabei keine Rolle mehr zu spielen – zumindest dann nicht, wenn sich die Vorwürfe gegen einen weißen, deutschen Mann richten.

Gleichzeitig stellt sich eine unangenehme Frage: Wo bleibt der Aufschrei, wenn Frauen tatsächlich Opfer schwerster Gewalt werden? Wenn es um Gruppenvergewaltigungen geht, die in Deutschland laut offizieller Zahlen jeden Tag passieren? Wenn Fälle auftauchen, in denen Täter illegal eingewanderte Migranten sind? Oder wenn radikal-islamistische Strömungen, die tatsächlich frauenfeindlich sind, zunehmend an Sichtbarkeit gewinnen?

Frau will nach Gruppenvergewaltigung sterben

Ein besonders erschütternder Fall zeigt, wie selektiv öffentliche Empörung sein kann: der Tod der 25-jährigen Noelia Castillo in Spanien. Nachdem sie 2022 Opfer einer Gruppenvergewaltigung geworden war, litt sie schwer – körperlich wie psychisch. Ihre Querschnittlähmung resultierte aus einem Suizidversuch infolge dieses Traumas. Schließlich erhielt sie, gegen den Willen ihrer Eltern, eine tödliche Injektion.

Dieser Fall spaltete ein ganzes Land. In Politik, Gesellschaft und Medien wurde heftig diskutiert. Doch gerade jene Stimmen, die sich sonst lautstark für Frauenrechte einsetzen, blieben auffallend zurückhaltend. Vielleicht, weil der Fall zu unbequem ist. Vielleicht, weil er nicht in linke Narrative passt.

Denn genau hier scheint das eigentliche Problem zu liegen: Protest wird dann laut, wenn er bequem ist. Wenn das Feindbild ein deutscher, weißer Mann ist und eben kein Asylant. Schwierige Themen hingegen – etwa Gewalt im Kontext von Migration oder radikalem Islamismus – werden oft gemieden.

Das wirft eine grundlegende Frage auf: Geht es hier wirklich um den Schutz von Frauen – oder vielmehr um Ideologie und selektive Empörung?

Ein bitterer Eindruck

Wer nur dann laut wird, wenn es ins eigene links-woke Weltbild passt, verliert an Glaubwürdigkeit. Und wer bestimmte Formen von Gewalt ausblendet, weil sie politisch unbequem sind, handelt nicht im Sinne der Betroffenen.

Am Ende bleibt ein bitterer Eindruck: Es gibt offenbar Opfer erster und zweiter Klasse. Und eine Debatte, die dringend mehr Ehrlichkeit vertragen könnte.

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