von mmh 31.03.2026 16:09 Uhr

Unterirdisches Labyrinth: So wurde tonnenweise Haschisch nach Europa geschmuggelt

Getarnt, mit Schienen und Waggons ausgerüstet: Die spanische Polizei hat einen äußerst gut ausgebauten Tunnel zum Schmuggel von Haschisch aus Marokko entdeckt. Wie das Innenministerium in Madrid am Dienstag mitteilte, war die Polizei nach einjährigen Ermittlungen in der von Marokko umgebenen spanischen Enklave Ceuta auf ein „einer Mine ähnelndes Labyrinth“ gestoßen. Von dort aus sei Haschisch nach ganz Spanien und in andere Teile Europas geschmuggelt worden.

APA/AFP

Im Zuge mehrerer Einsätze wurden 27 Verdächtige festgenommen. Außerdem wurden mehr als 17 Tonnen Haschisch sowie 1,4 Millionen Euro Bargeld und 17 Luxuswagen beschlagnahmt. „Getarnt hinter einem riesigen schalldichten Kühlschrank hatte der Tunnel drei Ebenen: Einen Schacht, um hinabzusteigen, einen Verbindungsraum für die Lagerung der Päckchen und ein Gang in direkter Linie nach Marokko“, führte das Innenministerium aus.

Kräne für Haschisch-Paletten

Schienen und Waggons sowie Flaschenzüge und kleine Kräne erleichterten demnach den Transport der Haschisch-Paletten. Die Ausrüstung sei unter einem industriellen Hangar verborgen gewesen. Dank eines Pumpsystems und Schalldämpfung funktionierte der Schmugglertunnel, ohne aufzufallen. Die mehrfache Entdeckung von Drogen in Ceuta und im südspanischen Andalusien brachte die Polizei auf die Spur des Schmuggler-Netzwerkes, das auch vom nordspanischen Galicien aus aktiv war. Die folgenden Polizeirazzien fanden laut Innenministerium schließlich am Donnerstag vergangener Woche ihren Abschluss, als einer der Anführer des Schmugglernetzwerkes gefasst worden sei.

Marokko ist einer der größten Erzeuger des Haschisch-Rohstoffs Cannabis. Das nahe gelegene Spanien wird traditionell als Transitland für den Drogenhandel in Europa genutzt.

APA

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