Österreich hat den „Overshoot Day“ erreicht

Österreich gehört laut den aktuellen Zahlen jedenfalls weiterhin zu den ressourcenhungrigsten Staaten. Angeführt wird die Liste vom Ölstaat Katar, bei dem der „Overshoot Day“ bereits am 4. Februar war, der geringste Verbrauch wurde indessen für Honduras berechnet – hier fällt der Erderschöpfungstag auf den 27. November. Der globale Tag war im Vorjahr am 24. Juli, das Datum für 2026 wird am 5. Juni, dem Weltumwelttag, bekannt gegeben.
Unter „Biokapazität“ fallen biologisch produktive Flächen und Gewässer eines Landes oder weltweit (z. B. Wälder, Ackerland, Weiden, Fischgründe, bebaute Flächen), während der ökologische „Bedarf“ jene Fläche ausmacht, die nötig ist, um den Konsum eines Landes oder der Welt zu decken. Darunter fallen pflanzenbasierte Lebensmittel und Fasern, tierische Produkte, Fischereiprodukte, Holz und andere Waldprodukte, Fläche für Infrastruktur und Siedlungen und Wälder zur Aufnahme von CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen.
Greenpeace warnt vor Verschwendung
Greenpeace kritisierte in einer Aussendung den „enormen Ressourcenverbrauch“ Österreichs, mit dem das Land im globalen Ranking immerhin den 16. Platz belegt. „Wenn die jährlich verfügbaren natürlichen Ressourcen schon nach gerade einmal drei Monaten verbraucht sind, ist das ein klares Warnsignal. Derzeit verbauen wir zu viele wertvolle Böden, vergeuden Wasser und verursachen zu hohe Treibhausgasemissionen. Das muss sich ändern“, wurde die Sprecherin der NGO, Melanie Ebner, zitiert. Von Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) wurde unter anderem ein „klares Ausstiegsdatum für Öl und Gas“ gefordert.
Würden alle Menschen so verschwenderisch leben wie wir, bräuchten wir fast vier Erden, stellte die NGO fest. Der hohe Ressourcenverbrauch sei fatal: „Zerstörte Ökosysteme verringern die Artenvielfalt, während die Klimakrise den Druck auf Landwirtschaft, Wasserversorgung und Gesundheit erhöht“, so Greenpeace.
APA






