Mobilität im Pustertal: Landesregierung setzt auf nachhaltige Entwicklung

Schwerpunkt nachhaltige Mobilität und Bahn
Im Zentrum der Gespräche standen aktuelle Verkehrsfragen und laufende sowie geplante Infrastrukturprojekte. Landeshauptmann Arno Kompatscher betonte dabei, dass das Land weiterhin gezielt in nachhaltige Mobilität investiere. Ziel sei es, das Pustertal besser erreichbar zu machen, insbesondere durch den Ausbau der Bahnverbindung und des öffentlichen Verkehrsnetzes.
Derzeit laufen Arbeiten im Hochpustertal, zudem wurde die Bahnstrecke nach umfangreichen Erneuerungen rechtzeitig zu den Olympischen Spielen in Antholz wieder in Betrieb genommen.
Die strategische Bedeutung der Bahnstrecke wurde auch von Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider hervorgehoben: „Früher, als es noch keine Autos gab, ist die Bahn als Fortbewegungsmittel gebaut worden, heute bauen wir die Bahn als nachhaltige Alternative zum Auto aus.“ Alle Maßnahmen stehen laut Land im Einklang mit dem Landesplan für nachhaltige Mobilität 2035, der unter anderem eine deutliche Steigerung des Schienenverkehrs, des Busangebots sowie der Fahrradmobilität vorsieht.
Große Infrastrukturprojekte im gesamten Tal
Im gesamten Pustertal sind zahlreiche Projekte bereits umgesetzt, in Umsetzung oder in Planung. Dazu zählen unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und Straßeninfrastruktur, wie die Beseitigung des Bahnübergangs in Innichen, die Grünbrücke am Kniepass sowie Großprojekte wie die Umfahrung von Percha und die Riggertalschleife, deren Eröffnung für das Frühjahr 2027 vorgesehen ist.
Alfreider betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Riggertalschleife für die Anbindung an die Brennerachse. Diese soll die Fahrzeiten zwischen Pustertal, Brixen und Bozen um rund 15 Minuten verkürzen und damit den Zugverkehr weiter stärken.
Insgesamt seien im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen über 400 Millionen Euro in Infrastrukturprojekte in Südtirol geflossen, die insbesondere das Pustertal betreffen.
Fokus auf Radwege und aktive Mobilität
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Fahrradmobilität. „Für uns ist die aktive Mobilität wichtig, und dafür braucht es gute Radwege“, erklärte Alfreider. Im Rahmen des Radmobilitätskonzepts werde gezielt in den Ausbau und die Verbesserung der Radwegeinfrastruktur investiert.
Zu den wichtigsten Projekten zählen Vorhaben im Ahrntal, im Bereich des Pragser Wildsees sowie in der Gemeinde Terenten. Im Zeitraum 2022 bis 2025 wurden allein im Pustertal über 15 Millionen Euro in neue Verbindungen, Anpassungen und Instandhaltungsarbeiten des Radwegenetzes investiert.
Ziel aller Maßnahmen sei es, die tägliche Mobilität nachhaltiger, sicherer und besser zugänglich zu gestalten, so der Mobilitätslandesrat.






