von mmh 30.03.2026 09:26 Uhr

Mann täuscht Apotheken um sich illegal Opioide zu beschaffen

In Gröden haben Ordnungshüter einen mutmaßlichen illegalen Handel mit verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln aufgedeckt. Ein 35-jähriger Mann aus Ägypten, der in Friaul lebt, steht im Verdacht, über einen längeren Zeitraum mit gefälschten Rezepten starke Opioide in Apotheken der Dolomitenregion bezogen zu haben.

Bild: APA (Archiv)

Der Mann soll zuvor in einem bekannten Bergbetrieb in der Region saisonal beschäftigt gewesen sein. Nach Ende seiner Tätigkeit habe er sich laut Ermittlungen darauf vorbereitet, gezielt Medikamente in Apotheken zu beschaffen, statt die Heimreise anzutreten.

Der Zugriff erfolgte am 23. März in St. Ulrich durch die Ordnungshüter. Bei der Kontrolle des Mannes stießen die Beamten auf umfangreiches belastendes Material.

Dabei wurden sechs Fläschchen eines Tramadol-haltigen Schmerzmittels sichergestellt, ebenso ein gefälschter Arztstempel sowie zehn Rezeptformulare. Einige dieser Rezepte waren bereits vollständig ausgefüllt, andere noch leer, jedoch bereits mit dem gefälschten Stempel versehen und offenbar für weitere illegale Käufe vorbereitet.

Mehrere erfolgreiche Täuschungen in Apotheken

Die Ermittlungen ergaben, dass es sich nicht um Einzelfälle handelte. Laut Ordnungshütern soll der 35-Jährige in den vergangenen zwei Monaten mindestens acht Mal erfolgreich Apotheken in Gröden getäuscht und dabei opioidhaltige Medikamente wie Oxycontin erlangt haben.

Durch die rasche Auswertung der Daten konnten die bisherigen Abläufe rekonstruiert und das mutmaßliche Vorgehen beendet werden.

Anzeige und Warnung an Apotheken

Der Mann wurde auf freiem Fuß angezeigt. Die Vorwürfe umfassen unter anderem den unerlaubten Erwerb von Betäubungsmitteln, Urkundenfälschung sowie Identitätsmissbrauch. Die Ermittlungen laufen weiter.

Gleichzeitig appellieren die Ordnungshüter an Apotheken, bei Rezepten für starke Schmerzmittel besonders aufmerksam zu sein. Vor allem bei unbekannten oder durchreisenden Kunden solle die Echtheit der Dokumente sorgfältig geprüft und im Zweifel die Identität kontrolliert werden. Bei Verdachtsfällen wird geraten, umgehend den Notruf 112 zu verständigen.

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