Abschiebung sorgt für Aufruhr: Studierende schlagen Alarm

Adressiert ist das Schreiben unter anderem an Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Christian Stocker, Innenminister Gerhard Karner sowie Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner.
Seit acht Jahren in Österreich
Wie aus dem Schreiben hervorgeht, kamen Joseph Oshakuade und seine Schwester Victoria vor mehr als acht Jahren aus Nigeria nach Österreich. Laut Angaben der Studierenden haben sich beide in dieser Zeit gut integriert, Freundschaften geschlossen und engagieren sich freiwillig in der Kirche.
Joseph studiert derzeit Business & Management am MCI in Innsbruck, während seine Schwester eine Ausbildung im IT-Bereich absolviert. Für beide sei Österreich längst zur Heimat geworden, ein Bezug zu Nigeria bestehe nicht mehr.
Verhaftung und drohende Abschiebung
Für große Bestürzung sorgte laut dem offenen Brief die Nachricht, dass den beiden nun die Abschiebung droht. Demnach wurden Joseph und Victoria in der vergangenen Woche festgenommen, voneinander getrennt und nach Wien gebracht.
Dort seien sie zu einem Termin mit Vertretern des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl sowie der nigerianischen Botschaft geführt worden, offenbar zur Vorbereitung ihrer Abschiebung.
Die Studierenden betonen in ihrem Schreiben den gemeinsamen Alltag am MCI und heben hervor, dass Joseph Teil der Gemeinschaft sei. Sie fordern die politischen Entscheidungsträger auf, den beiden die Möglichkeit zu geben, ihr Leben und ihre Ausbildung in Innsbruck fortzusetzen.
Abschließend richtet die Hochschülerschaft einen eindringlichen Appell an die Verantwortlichen, Joseph und Victoria Oshakuade zu unterstützen und eine Abschiebung zu verhindern.






