UMFRAGE: Sicherheitsgefühl im freien Fall?

Deutliches Ergebnis: Unsicherheit nimmt spürbar zu
Fast 92 % der Teilnehmer geben an, dass sie sich heute deutlich unsicherer fühlen als früher. Nur eine kleine Minderheit sieht keine Veränderung, und kaum jemand empfindet die Situation als verbessert.
Dieses klare Ergebnis bestätigt den Eindruck, der sich bereits im Alltag vieler Menschen abzeichnet: Das subjektive Sicherheitsgefühl hat sich in den letzten Jahren massiv verändert. Es geht dabei weniger um Einzelfälle, sondern um ein grundsätzlich anderes Empfinden im öffentlichen Raum.
Noch deutlicher wird dieses Bild beim Blick auf die Abendstunden: Rund 87 % der Befragten fühlen sich in Städten wie Bozen oder Meran eher unsicher und geben an, bestimmte Orte bewusst zu meiden. Nur knapp 2 % fühlen sich abends grundsätzlich sicher.
Damit zeigt sich: Gerade dann, wenn weniger Menschen unterwegs sind und die Kontrolle im öffentlichen Raum subjektiv abnimmt, steigt bei vielen das Unbehagen deutlich.
Klare Meinung bei den Ursachen
Auch bei der Frage nach den Gründen zeigt sich eine klare Tendenz. Rund 69 % der Teilnehmer sehen die Hauptursache in der Migrationspolitik beziehungsweise in gesellschaftlichen Veränderungen. Weitere knapp 29 % machen zu milde Strafen oder fehlende Konsequenzen verantwortlich.
Wirtschaftliche und soziale Probleme spielen hingegen laut Umfrage nur eine untergeordnete Rolle.
Diese Ergebnisse zeigen, dass die Diskussion rund um Sicherheit in Südtirol stark von politischen und gesellschaftlichen Fragen geprägt ist. Gleichzeitig wird deutlich, dass viele Bürger konkrete Ursachen sehen – unabhängig davon, wie diese objektiv bewertet werden.
Wenn ein Großteil der Menschen angibt, sich unsicherer zu fühlen und bestimmte Orte zu meiden, hat das direkte Auswirkungen auf das öffentliche Leben – von der Nutzung von Verkehrsmitteln bis hin zum Ausgehverhalten.
Die Ergebnisse liefern damit nicht nur ein Stimmungsbild, sondern auch einen klaren Auftrag an Politik und Gesellschaft: Vertrauen und Sicherheit sind zentrale Faktoren für die Lebensqualität – und genau hier scheint es derzeit bei vielen Südtirolern zu haken.






