von mmh 27.03.2026 11:45 Uhr

Alarmierende Statistik: So viele landen wegen Alkohol im Spital

Alarmierende Zahlen aus Südtirols Notaufnahmen: Jährlich landen hunderte Menschen wegen akuten Alkoholmissbrauchs im Krankenhaus – teils mit lebensgefährlichen Folgen. Das geht aus einer aktuellen Landtagsanfrage der Landtagsabgeordneten Myriam Atz hervor, die von der Süd-Tiroler Freiheit ausgewertet wurde.

APA/dpa

Die Antwort von Landesrat Hubert Messner zeichnet ein klares Bild: Die Zahl der Notaufnahme-Zugänge im Zusammenhang mit Alkohol bleibt seit Jahren auf einem konstant hohen Niveau. Allein im Jahr 2025 wurden in Südtirols Krankenhäusern 918 entsprechende Fälle registriert. Bei den stationären Aufenthalten wurde 2022 mit 317 Fällen ein Höchststand erreicht.

Auffällige Herkunft der Patienten

Besonders ins Auge sticht laut Auswertung der hohe Anteil an Patienten, die nicht aus Südtirol stammen. So waren im Jahr 2024 fast 44 Prozent der stationär behandelten Personen – konkret 97 von 223 Patienten – außerhalb der Provinz geboren.

In den Notaufnahmen zeigt sich ein ähnliches Bild: Teilweise entfallen über 400 Zugänge pro Jahr auf Personen, die nicht in Südtirol geboren sind.

Männer deutlich häufiger betroffen

Auch beim Geschlecht zeigen die Zahlen klare Unterschiede. Im Jahr 2025 waren rund 70 Prozent der Notaufnahme-Fälle Männer – konkret 648 Männer gegenüber 270 Frauen. Besonders betroffen ist dabei die Altersgruppe der über 55-Jährigen, bei denen jährlich konstant mehr als 200 Notfälle verzeichnet werden.

Zwar ist die Zahl der jungen Menschen mit Alkoholvergiftung rückläufig, doch laut Mitteilung gibt es keinen Grund zur Entwarnung. Parallel dazu nehme der Konsum von Drogen und anderen Suchtmitteln bei Jugendlichen laufend zu.

„Die aktuellen Zahlen zu Alkoholvergiftungen und Krankenhausaufenthalten in Südtirol sind ein deutliches Warnsignal. Wenn Jahr für Jahr hunderte Menschen mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus landen, dann zeigt das, dass wir ein ernstes gesellschaftliches Problem haben, das nicht länger verharmlost werden darf“, betont Abgeordnete Atz.

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