von mmh 27.03.2026 08:45 Uhr

Ärzte mundtot gemacht? Heftige Kritik an Pandemie-Politik

Die Landtagsabgeordnete und Rechtsanwältin Renate Holzeisen erhebt in einer aktuellen Stellungnahme massive Vorwürfe gegen die Ärztekammern – insbesondere in Südtirol – im Umgang mit kritischen Stimmen während der Corona-Pandemie. Im Zentrum steht dabei die Frage, inwieweit Ärzte frei und unabhängig nach ihrem Gewissen handeln konnten oder unter Druck gerieten.

L.-Abg. Renate Holzeisen (Vita)

Holzeisen beruft sich auf den geltenden Ärztedeontologiekodex in Italien, der Ärzten eine unabhängige Urteilsfähigkeit und die Ausübung ihres Berufs ohne äußere Einflüsse vorschreibt. Laut Artikel 4 des Kodexes basiere die ärztliche Tätigkeit ausdrücklich auf Freiheit, Autonomie und Verantwortung. Ärzte seien verpflichtet, sich keinen Zwängen oder Interessen zu unterwerfen.

Kritik an Vorgehen während der Pandemie

Nach Ansicht von Holzeisen sei genau dieses Prinzip während der Pandemie verletzt worden. Ärzte, die sich kritisch zu Maßnahmen wie der Covid-19-Impfung oder Maskenpflicht äußerten, seien mit Disziplinarverfahren und Berufsverboten bedroht worden. Besonders scharf kritisiert sie die Rolle der Bozener Ärztekammer und deren damalige Führung.

Explizit nennt Holzeisen die ehemalige Präsidentin der Ärztekammer, Monika Oberrauch. Diese habe öffentlich ein mögliches Berufsverbot für Ärzte ins Spiel gebracht, die sich 2021 in einem kritischen Video zu den Impfungen geäußert hatten. Allein diese Überlegung stelle laut Holzeisen eine schwerwiegende Verletzung grundlegender Rechte dar und komme einer Einschüchterungsstrategie gleich.

Schwere Vorwürfe und Bezug auf Expertenanhörung

Besonders brisant: Holzeisen verweist auf eine Anhörung im Südtiroler Landtag am 25. März 2026. Dort hätten laut ihrer Darstellung mehrere internationale Experten – darunter Mariano Bizzarri, Marco Cosentino und Maurizio Federico – grundlegende Kritik an Wirksamkeit und Sicherheit der Covid-19-Impfstoffe geäußert.

Holzeisen argumentiert, dass kritische Ärzte bereits früh berechtigte Bedenken gehabt hätten. Statt eines offenen wissenschaftlichen Diskurses habe jedoch Repression geherrscht. So sei sogar die Herausgabe von Namen ungeimpfter Ärzte gefordert worden, um gegen diese vorzugehen.

Darüber hinaus widerspricht sie Aussagen Oberrauchs, wonach nicht geimpfte Ärzte nur kurzzeitig suspendiert gewesen seien. Laut Holzeisen seien viele Mediziner über Monate hinweg von der Berufsausübung ausgeschlossen worden – teilweise bis zur Aufhebung der Impfpflicht im Herbst 2022.

Auch Kinderärzte seien betroffen gewesen: Wer Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausstellte, sei disziplinarrechtlich verfolgt worden. Holzeisen wirft der Ärztekammer zudem Verfahrensmängel vor, etwa bei der Einhaltung von Sprachrechten oder der Protokollierung.

Appell an die Ärzteschaft

Abschließend warnt Holzeisen vor zukünftigen Entwicklungen. Die Ärzteschaft dürfe ihre Unabhängigkeit nicht erneut aufgeben und müsse sich gegen politische oder wirtschaftliche Einflussnahme stellen. Ärzte hätten eine zentrale Verantwortung, die Bevölkerung vor „menschenverachtenden Maßnahmen“ zu schützen.

Sie schließt ihre Stellungnahme mit einem Zitat der Philosophin Hannah Arendt: „Keiner hat das Recht zu gehorchen“.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite