von ih 26.03.2026 10:45 Uhr

Telefonbetrug: Rentner verliert fast 30.000 Euro

Ein 70-jähriger Mann aus Leifers ist Opfer eines perfiden Telefonbetrugs geworden. Die Täter brachten ihn dazu, fast 30.000 Euro zu überweisen. Die Beamten der Ordnungskräfte konnten nun zwei Tatverdächtige ausfindig machen.

Bild von Thomas auf Pixabay

Die beiden Männer sind 34 und 41 Jahre alt und stammen aus den italienischen Regionen Latium und Apulien. Sie wurden angezeigt, bleiben aber vorerst auf freiem Fuß.

Täuschung mit falscher Identität

Der Fall begann am 6. März dieses Jahres, als der Rentner Anzeige erstattete. Zuvor war er telefonisch kontaktiert worden. Die Anrufer gaben sich zunächst als Mitarbeiter einer bekannten Bank aus.

Kurz darauf meldete sich ein weiterer Anrufer – diesmal scheinbar unter der Telefonnummer des Provinzkommandos der Ordnungskräfte in Bozen. Tatsächlich handelte es sich um eine gefälschte Nummer (sogenanntes „Spoofing“). Der Mann am Telefon gab sich als Beamter aus.

Opfer gezielt unter Druck gesetzt

Mit einer glaubwürdigen Geschichte setzten die Täter den Rentner unter Druck. Sie behaupteten, sein Bankkonto sei in Gefahr und er müsse sein Geld „sichern“.

Der 70-Jährige ging daraufhin zu seiner Bank und führte eine Sofortüberweisung in Höhe von 29.800 Euro auf ein fremdes Konto durch – in dem Glauben, sein Geld zu schützen.

Geld sofort weitergeleitet

Nach der Überweisung wurde das Geld schnell auf mehrere weitere Konten verteilt. So wollten die Täter verhindern, dass die Spur des Geldes leicht zurückverfolgt werden kann.

Ermittlungen führen zu zwei Verdächtigen

Die Beamten der Ordnungskräfte aus Leifers konnten durch technische und finanzielle Ermittlungen den Geldfluss rekonstruieren. So kamen sie schließlich auf die Spur der beiden Verdächtigen aus Latium und Apulien.

Die Männer wurden bei der Staatsanwaltschaft in Bozen angezeigt.

Warnung der Behörden

Die Ordnungskräfte warnen eindringlich vor solchen Betrugsmaschen. Weder Banken noch Polizei fordern am Telefon dazu auf, Geld zu überweisen.

Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sofort auflegen und selbstständig die offizielle Nummer seiner Bank oder den Notruf wählen – oder direkt persönlich zur Bank oder zur Polizei gehen.

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