Südtiroler Bauernjugend spendet 1.000 Euro an Frauenhaus in Bozen

Die Spendensumme geht auf eine besondere Aktion rund um den Internationalen Tag der Frau zurück. Bereits am 8. März hatte die SBJ ihre 56. Mitgliederversammlung im Waltherhaus in Bozen abgehalten – bewusst am Weltfrauentag. Neben inhaltlichen Themen stand dabei vor allem die Rolle und Sichtbarkeit von Frauen in der bäuerlichen Jugend im Mittelpunkt.
Für einen besonderen Abschluss der Versammlung sorgten Landesleiterin Viktoria Kössler und Landesobmann Raffael Peer: Alle anwesenden Frauen erhielten eine Schokoladenrose, gesponsert von der Firma Loacker. Gleichzeitig kündigte die SBJ an, für jede verteilte Rose den doppelten Wert zu spenden. Der so entstandene Betrag wurde von der Landesführung schließlich auf 1.000 Euro aufgerundet.
Im Zuge der Landesführungssitzung wurde auch Trixy von Pretz, Präsidentin des „Hauses der geschützten Wohnungen“, eingeladen. Sie gab den Mitgliedern einen eindrucksvollen Einblick in die Arbeit der Einrichtung. Das Frauenhaus im Bozner Stadtzentrum bietet Frauen und Kindern in schwierigen Lebenssituationen Schutz und Unterstützung. Es zählt zu den ersten Einrichtungen dieser Art in Italien und besteht seit den 1980er-Jahren.
Aktuell stehen sieben kleine Wohnungen für bis zu 21 Personen zur Verfügung. Die Bewohnerinnen, häufig Opfer von Gewalt oder familiären Konflikten, finden dort nicht nur eine sichere Unterkunft, sondern auch umfassende Betreuung durch ein Team aus Fachkräften und freiwilligen Helferinnen. Ziel ist es, den Frauen den Weg zurück in ein selbstständiges Leben zu ermöglichen – etwa durch psychologische Unterstützung und Hilfe bei der Arbeitssuche.
Eine der größten Herausforderungen bleibt die angespannte Wohnungssituation in Bozen. Hohe Mieten erschweren es vielen Frauen, nach ihrem Aufenthalt im Frauenhaus eine eigene Wohnung zu finden, wodurch sich die Aufenthaltsdauer oft verlängert.
Mit der Spende möchte die Südtiroler Bauernjugend nicht nur finanzielle Hilfe leisten, sondern auch ein klares gesellschaftliches Signal setzen. „Es war uns ein großes Anliegen, den Weltfrauentag nicht nur symbolisch zu begehen, sondern mit einer konkreten Aktion zu verbinden“, betonte Landesobmann Raffael Peer. Die Arbeit der Frauenhäuser sei von unschätzbarem Wert und verdiene breite Unterstützung.






