von mmh 26.03.2026 13:39 Uhr

15 Minuten warten: Pustertalbahn-Halt wird verlegt

Fahrgäste der Pustertalbahn müssen sich weiterhin auf Anpassungen einstellen. Bis zur Inbetriebnahme der Riggertalschleife bleibt der Fahrplan in Bewegung – mit dem Ziel, einen stabilen und verlässlichen Betrieb zu gewährleisten.

Bis die Riggertalschleife im Jahr 2027 in Betrieb genommen werden kann, sind auf der Trasse der Pustertalbahn punktuelle Anpassungen notwendig, teilt das Ressort für Infrastrukturen und Mobilität mit. (Foto: LPA/Greta Stuefer)

Derzeit sorgt vor allem ein rund 15-minütiger Aufenthalt in Bruneck für Diskussionen. Dieser verlängerte Halt ist laut Technikern notwendig, um den Fahrplan einzuhalten, da es sich großteils um eine eingleisige Strecke handelt und entsprechende Pufferzeiten eingeplant werden müssen.

Verlegung des Halts nach Innichen geplant

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider betont, dass es sich dabei um eine bewusst gesetzte Maßnahme handelt: „Der verlängerte Halt ist Teil eines bereits definierten Gesamtkonzepts und kann nicht einfach gestrichen werden.“

Stattdessen soll der Halt künftig verlegt werden – von Bruneck nach Innichen. Dort erwartet sich das Ressort geringere Auswirkungen für Pendler. Voraussetzung dafür ist jedoch eine Abstimmung mit Busfahrplänen sowie mit schulischen Abläufen im oberen Pustertal.

Änderungen ab Juni – Entlastung ab 2027

Die Umsetzung ist nach Angaben des Ressorts für Mitte Juni 2026 geplant. Bis dahin bleibt die aktuelle Regelung bestehen. Die Anpassung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Infrastrukturbetreiber RFI, den Bahnunternehmen sowie lokalen Partnern.

Langfristig ist jedoch eine deutliche Verbesserung in Sicht: Mit der geplanten Inbetriebnahme der Riggertalschleife im Jahr 2027 soll der verlängerte Halt komplett entfallen. Dann werden durchgehende und schnellere Verbindungen zwischen Bozen, Brixen und Bruneck möglich sein.

Bis dahin gilt: Übergangslösungen sollen den Betrieb sichern – auch wenn sie für Fahrgäste weiterhin Geduld erfordern.

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