von lif 25.03.2026 10:27 Uhr

Inflation in Südtirol stieg wieder an

Nach dem Rückgang in den Jahren 2023 und 2024 hat die Inflationsrate 2025 wieder zugenommen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Landesinstituts für Statistik (ASTAT) hervor.

Bild: APA/THEMENBILD

Der Verbraucherpreisindex für alle privaten Haushalte (NIC) für die Gemeinde Bozen betrug im Jahresdurchschnitt 2,2 Prozent, während er für Italien bei 1,5 Prozent lag. Die Inflationsrate in Bozen lag damit 0,7 Prozentpunkte über dem gesamtstaatlichen Wert.

Schwankungen im Jahresverlauf

Die Entwicklung der gesamtstaatlichen Inflationsrate ähnelte der lokalen, verlief jedoch stets auf niedrigeren Werten. Nach dem Anstieg der Inflationsrate in Bozen im ersten Quartal 2025 auf 2,7 Prozent im März kam es zu einer graduellen Abschwächung mit geringfügigen Schwankungen im Jahresverlauf. Im Dezember erreichte die Inflationsrate mit 1,8 Prozent den niedrigsten Wert im Jahr 2025.

Gastronomie wichtigster Posten

Der Warenkorb, der für die Inflationsberechnung herangezogen wurde, wurde jährlich angepasst und neu gewichtet. Der wichtigste Posten im Südtiroler Warenkorb war im Jahr 2025 Gastronomie und Beherbergung mit einer Gewichtung von 28,8 Prozent. Es folgten die Transportdienste mit 11,8 Prozent, Wohnen, Wasser, Energie und andere Brennstoffe mit 10,9 Prozent sowie Lebensmittel und alkoholfreie Getränke mit 10,2 Prozent. Preisveränderungen in diesen Kategorien hatten einen großen Einfluss auf die Inflationsrate.

Gastgewerbe mit stärkstem Preisanstieg

Obwohl der Verbraucherpreisindex für alle privaten Haushalte in der Gemeinde Bozen im Jahr 2025 um 2,2 Prozent stieg, verzeichneten einige Abteilungen Preisrückgänge im Vergleich zum Vorjahr, darunter Nachrichtenübermittlung (-5,7 Prozent) und Wohnung, Wasser, Energie und Brennstoffe (-0,4 Prozent). Der deutlichste Preisanstieg zeigte sich mit 5,3 Prozent im Gastgewerbe.

Persönliche Gegenstände mit höchstem Anstieg

Eine Betrachtung der Unterklassen gab weiteren Aufschluss über die Preisentwicklung. Im Jahresdurchschnitt verzeichneten persönliche Gegenstände (+9,2 Prozent) in Bozen und alkoholfreie Getränke (+8,4 Prozent) auf gesamtstaatlicher Ebene die stärksten Preisanstiege. Die zweitstärksten Anstiege gab es bei den Urlaubspaketen mit einem Plus von jeweils 7,8 Prozent (Bozen und Italien). Den stärksten Rückgang verzeichnete im Jahr 2025 hingegen der Bereich Telefon- und Faxgeräte (Bozen: -15,2 Prozent, Italien: -14,5 Prozent), der bereits im Vorjahr rückläufig war (Bozen: -17,4 Prozent, Italien: -17,3 Prozent).

Energiepreise gesunken, Lebensmittel gestiegen

In der Produktgruppe Energie ist das Preisniveau im Vergleich zu 2024 gesunken und zwar um 3,6 Prozent in Bozen und um 2,3 Prozent auf gesamtstaatlicher Ebene. Die volatile Komponente Lebensmittel verzeichnete einen leichten Anstieg (Bozen: +2,6 Prozent, Italien: +2,8 Prozent). Ohne Energie betrug die Inflationsrate im Jahr 2025 in Südtirol 2,9 Prozent und in Italien 2,0 Prozent.

Index für Arbeiterhaushalte

2025 stieg der Verbraucherpreisindex für Haushalte von Arbeitern und Angestellten (FOI ohne Tabakwaren) in der Gemeinde Bozen gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Prozent und damit stärker als im gesamtstaatlichen Durchschnitt (+1,4 Prozent).

Im Jahr 2025 verzeichneten die Abteilungen Beherbergung und Gastronomie (+5,1 Prozent), Gesundheitspflege (+3,8 Prozent) und sonstige Waren und Dienstleistungen (+3,1 Prozent) die größten Anstiege des Indexes FOI in der Gemeinde Bozen. Für Bozen zeigte sich ein starker Rückgang der Preise in der Abteilung Nachrichtenübermittlung (-6,4 Prozent). Diese Abteilung ging auch auf gesamtstaatlicher Ebene um 5,4 Prozent zurück.

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