von ih 25.03.2026 16:58 Uhr

Achammer pro Social-Media-Verbot für Kinder

In Italien gewinnt die Diskussion um strengere Regeln für die Nutzung sozialer Medien durch Kinder zunehmend an Bedeutung. Vor dem Hintergrund ähnlicher Entwicklungen in anderen europäischen Ländern hat Südtirols Jugendlandesrat Philipp Achammer (SVP) das Thema nun auch auf nationaler Ebene angesprochen. Bei einem Treffen mit Familienministerin Eugenia Roccella am 25. März in Rom stand der Schutz von Kindern im digitalen Raum im Mittelpunkt.

Landesrat Philipp Achammer hat beim Treffen mit Familienministerin Eugenia Roccella über Möglichkeiten, Kinder besser vor digitalen Gefahren zu schützen, gesprochen. - Foto: LPA/René Ploner.

Landesrat Achammer sprach sich bei dem Treffen klar für stärkere Regulierungen aus. Kinder seien im Internet häufig mit problematischen Inhalten wie Aggression, Sexismus und Hass konfrontiert, ohne ausreichend geschützt zu werden. „Es ist unsere gesellschaftliche Pflicht, Kinder vor digitalen Gefahren zu bewahren“, betonte der Landesrat. Die bisherigen Maßnahmen der Plattformbetreiber reichten seiner Ansicht nach nicht aus.

Neben möglichen gesetzlichen Einschränkungen sieht Achammer jedoch auch die Verantwortung im Umfeld der Kinder. Eltern, Lehrer und andere Bezugspersonen müssten stärker für Risiken sensibilisiert werden. Gleichzeitig plädierte er für den Ausbau kindgerechter digitaler Angebote. Kinder hätten ein Recht auf Information und Teilhabe – entscheidend sei jedoch, ihnen einen sicheren Rahmen zu bieten und sie im Umgang mit digitalen Medien zu schulen.

„Smartphoneführerschein“ als Beispiel

In diesem Zusammenhang verwies Achammer auf eine Initiative der Deutschen Bildungsdirektion: den sogenannten „Smartphoneführerschein“. Dieses Projekt soll die Medienkompetenz von Kindern, Eltern und Lehrkräften gezielt stärken und einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Geräten fördern.

Zum Abschluss des Treffens sicherte Achammer der Ministerin seine Unterstützung zu. Ziel sei es, gemeinsam Maßnahmen voranzutreiben, die den Schutz von Kindern auch in der digitalen Welt nachhaltig verbessern.

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