von red 25.03.2026 16:00 Uhr

30 Jahre gelebte Inklusion: Wie der Verein WIR Teilhabe möglich macht

Seit drei Jahrzehnten begleitet der gemeinnützige Verein WIR Menschen mit Behinderung auf ihrem Lebensweg und setzt sich für ein selbstbestimmtes, inklusives Leben ein. Was zu Beginn als Pilotprojekt begann, hat sich zu einer bedeutenden sozialen Einrichtung entwickelt.

Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf ein selbstbestimmtes und inklusives Leben. (Quelle: Fabien auf Pixabay)

Heute unterstützt der Verein gut 115 Menschen an mehreren Standorten – von betreutem Wohnen bis hin zu mobiler Alltagsbegleitung. Besonders sichtbar wird Inklusion im Arbeitsleben, beispielsweise im Café „Erzspeicher“ in Hall, wo Menschen mit Behinderung regulär angestellt und sozialversichert sind. Geschäftsführer Gerhard Eckstein betont, wie sehr sich die gesellschaftliche Wahrnehmung in den vergangenen 30 Jahren zum Positiven verändert hat.

Ein weiterer zentraler Ort ist die Werkerei in der Haller Altstadt, wo Menschen mit Behinderung einer sinnstiftenden Tagesstruktur nachgehen. Dort entstehen handwerkliche und künstlerische Produkte, die auch verkauft werden – ebenso wie Auftragsarbeiten für Unternehmen und Privatpersonen.

Finanziert wird die Arbeit des Vereins durch öffentliche Mittel und ein engagiertes Team von beinahe 185 Mitarbeitenden. Für Eckstein steht fest: Echte Teilhabe darf kein bloßes Schlagwort sein, beim Verein WIR wird sie seit 30 Jahren aktiv gelebt und gestaltet.

Andreas Raffeiner

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