„Propaganda mit Steuergeld?“- FPÖ schießt gegen Babler-Doku

Ausgangspunkt der Debatte ist die öffentliche Förderung des Films, die laut Berichten mehrere hunderttausend Euro umfasst. Wie hoch die einzelnen Beträge tatsächlich sind, konnte das Portal oe24 im Detail aufschlüsseln. Die Mittel wurden unter dem damaligen Kulturminister Werner Kogler genehmigt.
Fördergelder im Detail sorgen für Kritik
Die Aufschlüsselung zeigt, wie sich die Fördersumme zusammensetzt:
- 78.275 Euro aus der selektiven Filmförderung (ÖFI Classic)
- rund 112.000 Euro aus der erfolgsbasierten Referenzmittelförderung
- 136.000 Euro aus der ÖFI+ Produktionsförderung
- 22.000 Euro als ÖFI+ Green Bonus
Zusätzlich sollen Gelder des Filmfonds Wien sowie Förderungen des Landes Niederösterreich in die Produktion geflossen sein.
Genau diese zusätzlichen Mittel rücken nun in den Fokus der Wiener FPÖ. Klubobmann Maximilian Krauss erhebt schwere Vorwürfe: „Offenbar wurde ein Werbevideo für SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler mit öffentlichen Geldern unterstützt – ein weiterer Beleg dafür, wie schamlos die SPÖ den Staat zur eigenen Selbstinszenierung missbraucht.“
Forderung nach Aufklärung und Konsequenzen
Für Krauss ist der Fall ein „politischer Skandal ersten Ranges“. Besonders kritisch sieht er die mögliche Beteiligung des Filmfonds Wien, der 2026 mit 12,5 Millionen Euro von der Stadt subventioniert wird.
„Wenn sich bestätigt, dass hier Steuergeld für ein persönliches Werbevideo eines SPÖ-Politikers verwendet wurde, dann reden wir von nichts anderem als dreistem Fördergeldmissbrauch für Eigen-PR“, so Krauss. Angesichts von Teuerung und steigenden Abgaben sei dies für viele Bürger schwer nachvollziehbar.
Die FPÖ will nun mit einer Anfrage im Wiener Gemeinderat klären, wie die Fördergelder aus Wien genehmigt wurden. Krauss fordert vollständige Transparenz: „Alle Förderungen im Zusammenhang mit dieser Produktion müssen offengelegt und im Falle eines Missbrauchs vollständig zurückgefordert werden.“ Auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig soll dazu Stellung nehmen.
Der politische Streit rund um den Film „Wahlkampf“ dürfte damit noch längst nicht beendet sein.






